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Leserbrief

Zum Leserbrief von Eva Rieger vom Mittwoch, 3. November

Fredi Gilgen, Im Wüerle 4, Ruggell | 4. November 2021

Sehr geehrte Frau Rieger.
Ich bin weder Impfgegner noch -befürworter und schon gar keiner, der keine andere Meinung zulässt.

Alle haben Recht auf eigene Meinung. Auch Sie: Und diese akzeptiere ich natürlich. Woher aber nehmen Sie sich das Recht, ungeimpfte Personen zum Schweigen aufzufordern? Wir leben in einer Demokratie.

In Ihrem Leserbrief schwingen Sie mit grosser Keule über sämtliche ungeimpften Köpfe hinweg, indem Sie zum Ausdruck bringen, dass pauschal alle Ungeimpften die Allgemeinheit gefährden, ob jemand nun krank ist oder nicht. Wenn Sie schon all diese «gefährlichen» Menschen in einen Topf werfen, dann seien Sie doch bitte konsequent und werfen auch gleich diejenigen, die sich trotz doppelter Impfung mit Corona angesteckt haben, hinterher. Denn selbst Ihr Hinweis, dass der Krankheitsverlauf bei denjenigen weitaus harmloser verlaufe, ändert nichts an der Tatsache, dass sie auch andere anstecken können, was für Sie nichts anderes heissen kann als «die Allgemeinheit gefährden». Es sind Leute wie Sie, die mit ihren Worten verunglimpfen und viel zur Spaltung der Gesellschaft beitragen.
Zum 75. Staatsfeiertag wurde von Liechtenstein Marketing ein Motto entwickelt und wie folgt kommuniziert: «Das Motto Mier heben zemma soll sowohl eine Erinnerung an die Wurzeln des Staatsfeiertages als auch ein Aufruf für ein friedliches Miteinander sein.» Zusammenhalten! Nicht nur in guten Zeiten, liebe Frau Rieger.
Sie stützen sich auf wissenschaftliche Erkenntnisse. Dann bleiben Sie aber bitte auch sonst wortgetreu und schreiben nicht « … die an Covid starben …», sondern « … im Zusammenhang mit einer laborbestätigten Covid-19-Erkrankung …», wie es die Regierung in ihren Medienmitteilungen formuliert. Das ist ein Unterschied. Meine aufrichtige Anteilnahme gilt allen, die einen lieben Mitmenschen verloren haben, auf welche Art und Weise auch immer.
Und ja, die Junge Liste hat genauso das Recht zu demonstrieren Frau Rieger. Ich freue mich, dass Sie sich darüber freuen.

Fredi Gilgen,
Im Wüerle 4, Ruggell

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