Leserbrief

Torpedierte Meinungsfreiheit

Urs Kindle, Runkelsstrasse 17, Triesen | 4. November 2021

Zum Leserbrief «Sehr geehrte Redaktion» von Verena Bühler, «Volksblatt» vom 3. November:
Dass der Teufel existiert, ist für echte, bibeltreue Christen so sicher wie die Tatsache, dass der Kreis rund ist. Auch im 21. Jahrhundert. «Die grösste List des Teufels ist es, uns zu überzeugen, dass es ihn nicht gibt» – so das Zitat, das ich dementsprechend in meinem Leserbrief vom 29. Oktober (in Zusammenhang mit Halloween) anführte. Daher erhebt jetzt Frau Verena Bühler aus Triesen mittels ihres Leserbriefs vom 3. November Einspruch: Sie korrigiert, es heisse im Zitat nicht «die grösste List», sondern «die schönste List». Frau Bühler scheint entgangen zu sein, dass das erwähnte Zitat auf unterschiedliche Art übersetzt wird: Je nach Übersetzung ist die Rede von des Teufels «grösster List», «schönster List», «gefährlichster List», «höchster List», «vollkommenster List» oder «klügster List». Doch ums Eigenschaftswort ging’s mir im Leserbrief ja gar nicht. Der Punkt ist: Der böse Feind hat leichtes Spiel, wenn man ihn für nicht-existent erklärt – gerade auch im Falle von Halloween.
Tatsache ist, dass das Wort Gottes, die Bibel, inständig vor dem Teufel und seiner List warnt: Der Teufel ist der «Vater der Lüge» und «ein Menschenmörder von Anfang an» (Joh. 8:44). Und: «Seid nüchtern und wacht! Denn euer Widersacher, der Teufel, geht umher wie ein brüllender Löwe und sucht, wen er verschlingen kann» (1. Petr. 5:8).
Ist sich Frau Bühler bewusst, dass Satansverehrung gerade auch heutzutage weit verbreitet ist? Und dass es unzählige «Wölfe im Schafspelz» gibt, welche die Naivität der Menschen ausnutzen? Ist sie sich bewusst, dass der Menschheit zuhauf Böses als Gutes verkauft wird?
Ist dies unsinnige Angstmacherei? Nein. Frau Bühler ignoriert: Diejenigen, die (sinnvollerweise) vor Halloween bzw. der List des Teufels warnen, sind in der Regel auch diejenigen, welche an die unendliche Grösse, die Erhabenheit und die Unbesiegbarkeit des lieben Gottes glauben.
Wenn Frau Bühler jetzt mittels ihrer Zeilen die Zeitungsredaktion um Zensur meiner Leserbriefe bittet, so zeigt dies einmal mehr, in was für verdrehten Zeiten wir doch leben …


Urs Kindle,
Runkelsstrasse 17, Triesen

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