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Leserbrief

Sehr geehrte Redaktion

Verena Bühler, Meierhofstrasse 8, Triesen | 3. November 2021

Leserbriefe sind in Liechtenstein ein beliebtes Mittel, persönliche Meinungen und Gedanken unter die Leute zu bringen. Wenn solche Inputs fundiert sind, wie etwa im Fall von erfahrenen Forstleuten, die sich zum Entwurf eines neuen Jagdgesetzes äussern, tragen sie zur Information und Meinungsbildung der Leserschaft bei. Wenn aber die immer gleichen Schreiber in hoher Kadenz besonders verschrobene Meinungen zu den immer gleichen Themen absondern, die sich oft nicht einmal auf Artikel beziehen, die in Ihrem Blatt erschienen sind, dann möchte ich Sie bitten, solche Leserbriefe in Zukunft doch nicht mehr zu veröffentlichen. Sie sind in keiner Weise dazu verpflichtet, Ihr Druck- und Online-Erzeugnis vollends zur Eselswiese zu machen.
Warum muss mir z. B. alle paar Tage ein Leserbrief von Urs Kindle in die Quere kommen, ein seelenängstiger Katholik, katholischer als der Papst? In seiner Angst vor dem Teufel hält er in seinem neuesten Text Halloween anscheinend allen Ernstes für «brandgefährlich», da man an Halloween angeblich den Kontakt zum Bösen sucht und sich ihm so öffnet. Er beginnt seine Ausführungen mit einem Zitat, dessen Urheber er uns verschweigt und das er leicht abwandelt: «Die grösste (sic!) List des Teufels ist es, uns zu überzeugen, dass es ihn nicht gibt.» Das «bekannte, treffende Zitat», wie Kindle es nennt, lautet eigentlich «Es ist die schönste List des Teufels ...» und sein Urheber ist Charles Baudelaire. Potzblitz, nie hätte ich gedacht, dass Urs Kindle, so wie ich ihn aus seinen Leserbriefen kenne, Baudelaire liest. Von Baudelaire stammt z. B. auch das folgende Zitat: «Gott ist das einzige Wesen, das, um zu herrschen, nicht selbst zu existieren braucht.»

Verena Bühler,
Meierhofstrasse 8, Triesen

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