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Leserbrief

LIEmobil – Chaos

Franz Schädler, Rossbodastrasse 27, Triesenberg | 30. Oktober 2021

Im «Vaterland»-«Sapperlot» vom 17. Oktober 2021 wird von netten Erfahrungen mit LIEmobil-Chauffeuren berichtet. Dies kann ich nur bestätigen, trifft aber leider nicht auf die Geschäftsleitung und verantwortlichen Zonenplaner zu.
Die chaotische, weltfremde Zoneneinteilung spottet jeder Beschreibung.
Als Bärger fahre ich ab Post über 2 Zonen zum Steg. Fahre ich nach Vaduz-Au ebenfalls über 2 Zonen.
Fahre ich ab Post Triesenberg in den hintersten Winkel nach Balzers, ist das nur 1 Zone.
Mein Fahrerlebnis: Fahrt von Vaduz-Schwefel nach Triesenberg-Post. Fahrtkosten 3 Franken.
Fahrt von Triesenberg-Post nach Vaduz-Au: 4 Franken.
Nach dem Bezahlen von 4 Franken erklärt mir der Chauffeur auf Nachfrage, wieso die Talfahrt teurer sei als die Bergfahrt, ich solle das nächste Mal nach Triesen oder Balzers lösen, das koste im Gegensatz zur Au in Vaduz nur 3 Franken, obwohl ich ebenfalls zur Au fahre und dann nach Balzers umsteige, und gibt mir 1 Franken zurück. «Chunscht druus»? Versteht das jemand?
Auf einer Fahrt von Triesenberg-Post nach Steg lege ich dem Chauffeur, Tarif laut Fahrplan, 3 Franken bereit.
Er erklärt mir, dass die Fahrt 4 Franken kostet. Nach einer kurzen Diskussion warum und wieso, sagt er zu uns, alle einsteigen, wir fahren heute gratis. Er erklärt, dass er die täglichen Zonen- und Tarifdiskussionen satt habe.
Er hätte das herrschende Tarif- und Zonenchaos schon mehrmals der «Obrigkeit» gemeldet, sei aber immer auf taube Ohren gestossen. Auf meinen Hinweis, er könne dafür sicherlich nichts und müsse nur seinen Auftrag erfüllen, bemerkte er: «Der Fisch beginnt bekanntlich am Kopf zu stinken.»
Das ganze Unterland besteht aus einer Tarifzone. Im Oberland, aber vor allem am Triesenberg, ist das Zonenchaos perfekt.
Der Berger Vorsteher erklärt mir, die Gemeinde hätte bei der LIEmobil schon x-Mal interveniert und ersucht, dieses Problem zu lösen.
Vor circa 2 Jahren versuchte ich, dies dem Geschäftsführer der LIEmobil persönlich zu erklären und habe ihn gebeten, diese Problematik zu beheben.
Die Einführung des Gratis-ÖV und damit die Diskriminierung eines Bevölkerungsteils ist die Aufgabe der zuständigen Politiker.

Franz Schädler,
Rossbodastrasse 27, Triesenberg

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