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Leserbrief

Tendenziöser Journalismus

Oswald Kranz, Schulstrasse 56, Nendeln | 21. Oktober 2021

In seinem Kommentar in der Dienstag-Ausgabe versucht der Chefredaktor des «Vaterlandes» im Zusammenhang mit der Weltsynode einen Dissens zwischen dem Papst und dem Erzbischof zu konstruieren. Der bestehende Konsens interessiert ihn dabei ebenso wenig wie die Wertschätzung, die der Papst dem Erzbischof entgegenbringt, wenn er ihn für seine pastorale Tätigkeit im Erzbistum und für die Universalkirche anlässlich von Dienstjubiläen immer im Besonderen herausgehoben hat.
Der Chefredaktor beklagt in seinem Kommentar auch eine mangelnde Dialogbereitschaft des Erzbistums gegenüber den Medien. Warum wohl? Tendenziöse, in destruktiver Gesinnung formulierte Fragestellungen, mit dem alleinigen Versuch nicht mit aufzubauen, sondern das viele Gute, das die Kirche bewirkt, niederzureissen, waren und sind vielfach das Leitmotiv von Medienschaffenden. Um in der Fussballersprache zu sprechen, es wird nie auf den Ball, sondern immer nur auf den Mann gezielt. Die Absicht ist und war immer die Herabwürdigung und nicht der Beitrag zu einem konstruktiven Miteinander. Es ist zutiefst bedauerlich, dass Medien und die von ihnen hofierten Kirchenkritiker den aufbauenden Dialog weitestgehend verweigern.
Anstatt die jungen Menschen gegen die Kirche zu instrumentalisieren, wäre die Verantwortung der Medien gerade gegenüber den heranwachsenden Menschen für ihre Glaubens- und Sittenbildung gefordert. Mit dem Bedienen des Mainstreams und der daraus entstehenden Dekadenz betreiben Medienschaffende den Wertezerfall, den Verlust des Kulturniveaus und die Gottesferne der Gesellschaft. Der stetige Versuch von Medien, immer nur Lichter zu löschen, um sich hinterher über Dunkelheit zu beklagen, ist nicht glaubwürdig!

Oswald Kranz,
Schulstrasse 56, Nendeln

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