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Leserbrief

Nur der Staat kann uns retten

Ulrich Hoch, Grüschaweg 11, Triesenberg | 28. August 2021

Was wir derzeit erleben, ist nichts weiter als eine Machterweiterung der Staaten. Der Staat präsentiert sich bei Herausforderungen wie Corona und Klimawandel als alternativlose Lösung. Doch wie konnte es so weit kommen, dass die Regierung als alternativloser Problemlöser gesehen wird? Nun, das Erzeugen von Angst war auch in der Geschichte immer wieder eine Strategie, um Macht und Herrschaft auszuweiten. Denn verängstigte und traumatisierte Menschen suchen sich Hilfe bei einem Stärkeren. In diese Rolle navigiert sich immer mehr der Staat. Es muss dabei nicht einmal um Corona oder das Weltklima gehen. Erkannt werden sollte das Muster, das benutzt wird. Beide Themen stehen im Fokus, um die Menschen in die Unfreiheit und die Bevormundung zu führen. Wir stehen kurz vor einer Apokalypse, wenn wir unser Verhalten auf der Erde nicht anpassen und uns einem Diktat einer planwirtschaftlichen Diktatur unterwerfen, so die Erzählung. So wie viele Menschen mittlerweile beim Wort Klimawandel erzittern, stellt sich die Lage beim Coronavirus nicht anders dar. Wer nicht vom Coronavirus ausgelöscht werden oder andere gefährden will, der hält sich an die vom Staat aufdoktrinierten Massnahmen. Einschränkungen von Grundrechten, Maskenzwang und Impfen würden uns retten. Es gibt mittlerweile viele Menschen, die den Glauben hegen, nur die Politik könne uns vor dem Schlimmsten bewahren. Nichts täuscht darüber hinweg, dass die Entwicklung zu einem immer mächtigeren Staat bemerkbar macht und wir es inflationär mit immer mehr Verordnungen, Regularien und Gesetzten zu tun haben. Die Belastungen für die Bürger steigen kontinuierlich an, nicht zuletzt auch wegen der Aufrechterhaltung des Wohlfahrtsstaates. In den grossen Ländern nimmt die Verschuldung immer mehr zu und übt mittlerweile in allen Wirtschafts- und Gesellschaftsbereichen einen dominierenden Einfluss aus. Regierungsmitglieder und Beamten werden vom Staat, also den Steuerzahlern, finanziert. Selbst wenn sie mit Lockdowns wirtschaftlichen Schaden verursachen, sind ihre Gehälter gesichert. Politiker haften grundsätzlich nicht für Entscheidungen, die Kosten verursachen. Sollte man sich nicht die ketzerische Frage stellen, ob es nicht auch ohne Staat gehen muss, um den Wohlstand und die Freiheit zu bewahren? Es steht jedoch ausser Frage und man sollte sehen, dass Ludwig von Mises, wie auch Friedrich A. Hayek von der Gefahr warnten, «dass der Staat zum Problem wird, wenn er sich nicht für den Schutz des Eigentums, der Freiheit und des Friedens der Bürger einsetzt, sondern die Grundpfeiler der freien Gesellschaft zerstört, ja, dass er sogar totalitär werden kann.»

Ulrich Hoch, Grüschaweg 11, Triesenberg

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