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Leserbrief

Dringender Handlungsbedarf, Teil drei

Renata Reich-Vedana, Dominik-Banzer-Strasse 29, Triesen | 26. August 2021

Am 5. August 2021 informierte das «Volksblatt» über die Tierquälerei an einem Rind in Eschen. Leider ist dieser Bericht weder aufklärend noch beruhigend. Diese brutale Tat liegt nun bald 5 (!) Monate zurück. Herr Brunhart (Landesveterinär) möchte aber noch keine weiteren Details bekannt geben. Seine Worte lauteten lediglich, er habe in diesem Betrieb eine Besserung festgestellt. Gemäss dieser Aussage müsste er vor dieser Tat über die miserablen Zustände informiert gewesen sein. Was bezeichnet Herr Brunhart als eine Verbesserung? Abgesehen davon, dass es nicht nur um Besserung gehen sollte, sondern um ein generelles Tierhalteverbot. Beweise liegen genügend vor und laut unserem Tierschutzgesetz vom 23.9.2010 darf der Veterinäramtsleiter diese Entscheidung als Sofortmassnahme selbst treffen. Brunhart meinte u. a., dass ein Tierhalteverbot ein einschneidendes Urteil für einen Bauer wäre. Was ist/war dieses Urteil für dieses oder das gequälte Tier? Ein solcher Mensch sollte nur noch Zuckerrüben anpflanzen dürfen. Wie gesagt, als Geschäftsführer ist dieser Landwirt auch für seine Mitarbeiter verantwortlich. Im Moment wird dem Knecht die ganze Schuld zugesprochen. In dem Artikel ist zu lesen: «Ein Praktikant, der auf dem Hof arbeitete, soll demnach zuerst mit einem dem Landwirt gehörenden Kleinkalibergewehr auf die Kuh geschossen haben und dem noch lebenden Tier einen Nagel in den Kopf geschlagen haben. Der Täter filmte die brutale Tat und verbreitete das Video.» Frage: Hat der Knecht drei Arme? Er hat gefilmt, gleichzeitig hat er den Nagel in den Kopf geschlagen?! Wird hier versucht, einen FL-Landwirt zu schützen? Das wäre nicht richtig, denn dieser Vorfall schadet dem ganzen Berufstand. Wer bringt es fertig, oder kann zusehen, wie ein noch ungeborenes Kalb, das stecken geblieben ist, mit dem Traktor aus dem Muttertier gerissen wird, um es anschliessend, (über Stunden) qualvoll zu töten? Kann man annehmen, dass ein solcher Mensch in Zukunft besser zu seinen Tieren sein wird? Ich glaube nicht. Viele haben zu diesem traurigen Thema geschrieben und sich beschwert. Hadert Herr Brunhart, seinem Amt gerecht zu werden? Unsere Tiere benötigen dringend einen Tieranwalt, sie haben ein Recht auf Schutz.


Renata Reich-Vedana, Dominik-Banzer-Strasse 29, Triesen

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