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Leserbrief

Und so lebt er weiter, der alte Zwist

Norman Wille, Auring 9, Vaduz | 13. August 2021

Antwort auf den Leserbrief «Zum Disput um den Kaplan von Triesen» von Johann Kindle aus Triesen, ­erschienen am 11. August: Der ewig ­alte Streit um die einzig richtige Wahrheit. Letztlich kann sich ihm niemand entziehen. Und ich gebe zu, reformiert getauft und erzogen worden zu sein, hat mir vermutlich so wenig geschadet wie meinen damals katholischen Mitschülern. Aus all dem Ballast aus Sonntagsschule und gelegentlichen Gottesdienstbesuchen habe ich eines mitgenommen. Meine christliche Grundhaltung, möglichst redlich und im Frieden miteinander meinen Lebensweg zu gehen. Vielleicht habe ich sogar ein gewisses Verständnis, auch für die Haltung der katholischen Kirche. Auch wenn ich sie im Grundsatz für allzu autoritär befinde. Letztlich besteht sie aus einer Gruppierung von Menschen, die ­leidenschaftlich für ihren Glauben einstehen. Das kann man mögen, oder eben nicht. Reformieren wird sie die katholische Kirche wohl nicht wesentlich. Muss sie das? Ich habe meinen Weg in der «Reformation» gefunden. Noch nicht gefunden habe ich Gott. Aber, wer weiss, vielleicht gibt es ihn tatsächlich. Diesen einen, unser aller Gott. Ob er katholisch ist oder reformiert. Ich weiss es nicht. Aber es ist irgendwie ein schöner, ein tröstlicher Gedanke. Und dafür bin ich der ­Kirche dankbar. Der katholischen, oder der reformierten.

Norman Wille, Auring 9, Vaduz

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