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Leserbrief

Herr Kranz

Giorgio Endrizzi, Schwefelstrasse 28, Vaduz | 7. August 2021

Sie fordern Toleranz, sie verweigern dem Papst diese Toleranz. Sie wollen Seine Anordnungen nicht akzeptieren. Wollen Sie dem Heiligen Vater Unkenntnis vorwerfen? Traurig sind auch die vergangenen, indirekten, nebulosen negativen Bemerkungen seitens des Erzbistums. Siehe auch die Verhinderung eines Konkordates zwischen Kirche und Staat, aus rein ökonomischen Gründen, obwohl am 11. Juni 2013 in Vaduz Liechtensteins Regierungschef Adrian Hasler und der Apostolische Nuntius für die Schweiz und für Liechtenstein, Erzbischof Diego Causero, sich unmissverständlich für ein ­Konkordat ausgesprochen haben. Sie wissen, dass alte Traditionen auch Elend hervorgebracht haben. Ihre Ausführungen i.S. alter und neuer Ritus der hl. Messe sind widersprüchlich. Nicht nachweisbar ist ­Ihre Behauptung, dass nach Einsetzung des Erzbistums eine Vertiefung und Stärkung des Glaubens eingestellt hat. Wie können Sie das messen? Vermutlich sind Messebesuche rückläufig. Es sieht so aus, dass der Erzbischof eine eigenständige Kirche im Lande einführen will. Siehe seine Personalpolitik. Die Anordnung des Papstes Francesco ist keine irreführende Theologie und auch nicht das Resultat von Intrigen. Sich statisch auf Traditionen zu berufen, zeugt nicht von Glauben, Liebe zur Wahrheit, Anpassungsfähigkeit oder Toleranz. Ist der Papst ein Intrigant oder Sie? Haben Sie vergessen, dass die Welt sich bewegt? Ihre gemeinten Traditionen sind Stillstand und Rückschritt. Die neuen Anordnungen des Papstes sind Fortschritt. Es ist an der Zeit, dass die Christen im Lande doch laut die eigenen Meinungen kundtun.

Giorgio Endrizzi, Schwefelstrasse 28, Vaduz

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