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Leserbrief

Nichtbeherrschen des Fahrzeuges

Jo Schädler, Eschnerstrasse 64, Bendern | 5. August 2021

Im Grunde genommen werden wir vor allem auf der Strasse regelrecht entmündigt, ohne dass wir darüber nachdenken. Jedes auch noch so kleine Missgeschick endet heute mit dem Urteil: Nichtbeherrschen des Fahrzeuges und sofort den Führerschein weg. Dabei werden uns, wo immer möglich, ausgesprochen ­perfide und hinterhältige Fallen aufgestellt. An jedem noch so unsinnigen Ort steht ein stählerner Pfosten, neue Strassen werden mit messerscharfen Randsteinen gesegnet, dem Kreisel wird mit Unsinnkunst die Übersicht genommen und an Einmündungen wird uns mit meterhohen Tafeln die Sicht versperrt. Dem Umstand, dass die Autos sehr viel sicherer geworden sind und ihre Sensorik uns vor jeder Gefahr warnt und schützt, trotzt der Staat mit immer mehr Willkür. Und dennoch gibt es Menschen, welche nach noch mehr Freiheitsberaubung zum Beispiel «Tempo 30» ­geradezu geifern. Covid führt uns nun vor Augen, dass sich das «System Strasse» als Mittel zum Zweck, die Diktatur des Staates durchzusetzen, längst flächendeckend über uns gelegt hat und der Staat sich ­legitimiert fühlt, uns bis unter die Bettdecke belehrend und bestrafend zu verfolgen, zu dressieren und zu demütigen. In der ganzen Covid-Geschichte hat er es mit ­auffälliger Sturheit vermieden, die Menschen daran zu erinnern, sich selber zu schützen, das Immun­system zu stärken und es vor allem an frischer und gesunder Luft in Schuss zu halten. Nein, einsperren, der Atemluft den Sauerstoff abmaskieren, die Grillplätze im gesunden Wald mit Verbotstafeln verkleben und noch blöder, in die eigenen Armbeugen rotzen. Und nun ist er auf dem Weg, auch noch jene zu beugen, die Eigenverantwortung übernehmen, sich gesund halten und sich den Verstand nicht verstaatlichen und aus ihrem gesunden Körper kein Versuchskaninchen machen lassen. Auf den Impfzwang durch die Hintertür sei an die Verfassung erinnert: «Die Würde des Menschen ist zu schützen und niemand darf unmenschlicher und erniedrigender Behandlung ­unterworfen werden.»

Jo Schädler, Eschnerstrasse 64, Bendern

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