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Leserbrief

Zum Leserbrief von Andreas Oehry

Markus Biedermann, Eggasweg 2, Vaduz | 29. Mai 2021

Lieber Herr Oehry, ich finde es gut, wenn jemand wie Sie sich die Mühe macht, selbst zu recherchieren, möglichst viele sollten das auch tun.
Nur haben Sie bei Ihren Erkenntnissen einiges übersehen:
Es gab eine Zunahme der Bevölkerung in der Schweiz von 2010 mit 7,785 Millionen auf 8,711 Millionen Menschen bis heute!
Dabei sind, berechnet auf eine ­Standardbevölkerung, in den letzten 11 Jahren 4 Jahre wesentlich schlechter gewesen als 2020 in der Gesamtsterblichkeit – und zwar im 2010, 2011, 2013 und 2015!
Dabei muss auch die Altersstruktur der Bevölkerung beachtet werden.
Die älteren Gruppen sind viel stärker gewachsen, also muss mit einer erhöhten Sterblichkeit gerechnet werden.
Es gab eine Bevölkerungszunahme bei den 70- bis über 90-Jährigen von ca. 860 000 im 2010 auf ca. 1 150 000 im 2020.

Man findet dabei auch, dass bei den über 75-Jährigen die Sterblichkeit gestiegen, bei den Jüngeren aber ­gesunken ist.
Über die Weihnachtszeit 2020 gab es z. B. bei den über 90-Jährigen ­eine starke Übersterblichkeit – was gibt es da zu beachten?
Professor Manfred Spitzer schrieb ein Buch, in dem er beschreibt, dass Einsamkeit und Schmerzen auf die gleiche Weise verarbeitet werden. Zum Beispiel aus 2015 ist darin Einsamkeit als Killer Nr. 1 bezeichnet worden, verglichen mit Rauchen oder Übergewicht usw. bei 3,5 Millionen Leuten. Alle Folgeerkrankungen liessen sich darauf zurückführen!
Durch die Massnahmen gab es eben Isolation und darum Einsamkeit!
Es gibt noch weitere Gründe wie z. B. Suizid. Die Zahlen aus der Schweiz 2020 sind noch nicht da, aber in Los Angeles gab es im April 2020 so viele Suizide wie sonst in einem Jahr.
Dann sind da die, die aus Angst vor Ansteckung nicht behandelt ­wurden und diejenigen, die auch aus dem Zustand dauernder Angst krank wurden.
Es gibt da noch viel aufzuarbeiten, aber ich bin mir sicher, dass in ­Zukunft alles, was aus welchen Gründen auch immer falsch ­gemacht wurde, ans Tageslicht kommen wird.

Markus Biedermann,
Eggasweg 2, Vaduz

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