Leserbrief

Das Ende von Corona?

Norman Wille, Auring 9, Vaduz | 18. Januar 2021

Wir dürfen uns nicht der Hoffnung ergeben, nach Corona wäre die Zeit der «Krisen» überstanden. Der Katzenjammer der «Nach-Corona-Zeit» wird uns in Form der grössten Wirtschaftskrise der letzten hundert Jahre einholen. Im Gegensatz zu Corona wird diese Krise erst recht jeden ­unserer Lebensbereiche betreffen. Diese Lawine, die schon längst rollt, wird klassenlos über uns hereinbrechen. Ich höre seit Jahren, wir würden gegen die wirtschaftlich übermächtige, asiatische Konkurrenz nur gemeinsam in der EU überleben können. So, wie wir gemeinschaftlich dieses Europa erst durch dilettantische EU-Politik geschwächt und dann in der «Coronakrise» ins wirtschaftliche Aus manövriert haben. Das passt tatsächlich auf keine Kuhhaut mehr. Ich wünsche uns allen viel Zuversicht und Mut, dass wir diese Herausforderungen im Laufe der folgenden Jahre irgendwann ­bewältigen können. Unsere Jungen werden einen langen Atem brauchen. Im Fahrwasser des Katzenjammers werden sie dieses Mal die «besonders betroffene Gruppe» sein. Sie werden die Zeche für unser gedankenloses «Krisengebaren» zu zahlen haben. Das Ende vom Lied wird ­genauso sein, wie es immer war in der Geschichte: Diejenigen, die das Elend in den Machtzentren auslösen, werden diejenigen sein, die am wenigsten darunter leiden. Und eines möchte ich uns allen noch mitgeben: Wir sollten aufhören, Heerscharen von Virologen, Epidemiologen, und neuerdings gar Mathematikern, das Zepter zu überlassen. Das kommt ganz bestimmt nicht gut. Selber ­denken. Es ist längst Zeit.

Norman Wille,
Auring 9, Vaduz

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