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Leserbrief

Vom nutzlosen Schlüsselbegriff «Fallzahlen»

Prof. Dr. Dr. Daniel von Wachter, Brata 6, Mauren | 26. November 2020

Dass die Informationen über die Coronakrise «mager» sind, wie die Landtagsvizepräsidentin sagt, ist noch vorsichtig ausgedrückt. Von Anfang an haben die Regierungen in der Coronakrise ihre zerstörerischen Massnahmen mithilfe von Begrifflichkeiten begründet, im Vergleich zu denen Horoskope exakte Wissenschaft sind. Derzeit ist der Schlüsselbegriff «die Fallzahlen». So wird die Zahl der positiven Testergebnisse genannt. Sie ist aus vier Gründen nutzlos. Erstens müsste man diese Zahl ins Verhältnis zur Zahl der durchgeführten Tests setzen. Zweitens müsste man dann auch noch definieren, wer getestet wird, also ob zum Beispiel eine repräsentative Gruppe oder Menschen mit bestimmten Symptomen getestet werden. Drittens müsste man die Fehlerquote des PCR-Tests kennen. Viertens umfasst die «Fallzahl» die vielen positiv Getesteten, die keine Symptome haben, was daran liegen kann, dass das Virus in ihnen keine Symptome verursacht hat, oder daran, dass ein falsches Positivergebnis vorliegt. Von Interesse wäre die Zahl der Patienten, die intensivmedizinische Behandlung benötigen, und selbst da wäre genau zu prüfen, inwieweit ihre Symptome wirklich durch das Coronavirus verursacht wurden.

Prof. Dr. Dr. Daniel von Wachter, Brata 6, Mauren

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