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Leserbrief

Corona – Was ich noch sagen wollte

Norman Wille, Auring 9, Vaduz | 28. Oktober 2020

Nun also tragen wir alle diese lächerlichen Masken vor dem Gesicht. Wir fügen uns in die Verordnungen der Superschlauen, die im Grunde keinen Deut mehr wissen als wir selber. Wir schauen zu, wie die Regierenden mangels Eigeninitiative und fehlendem Mut das Geld für Massnahmen zum Fenster hinausschmeissen, von denen kein Mensch sagen kann, ob und wie viel sie überhaupt bringen werden. Wir hören uns Belehrungen des Gesundheitsministeriums an, wohlwissend, dass diejenigen, die uns das erzählen, so wenig einen Schimmer haben von Corona wie wir selber. Wir nehmen mehrheitlich schweigend zur Kenntnis, dass die Fragen, Nöte und Ängste in der Bevölkerung von Regierungskreisen auf der ganzen Linie ignoriert werden. Es ist mir ein Bedürfnis, ein paar wenige Dinge loszuwerden, und ich richte diese direkt an die liechtensteinische Regierung:
Ich möchte euch sagen, dass ich das, was ihr in der Coronakrise abliefert, zum grossen Teil als falsch erachte. Ich möchte euch sagen, dass ich von Spitzenpolitikern mehr Mut, mehr Rückgrat und mehr Selberdenken erwarte. Ich möchte euch sagen, dass ihr den Dialog mit denen suchen solltet, die über Corona nachdenken, und nicht einfach über die Grenzen schielen. Und abkupfern. Ich möchte euch sagen, dass ihr aufhören sollt, Probleme, die ihr nicht lösen könnt, mit Geld zuzudecken. Wir sollten diese Mittel für Besseres sparen. Und zu guter Letzt möchte ich euch noch eines mitgeben: Das Gesundheitswesen, das ihr – völlig zu Recht – hoch haltet … dieses Gesundheitswesen muss von irgendjemandem bezahlt werden. Nämlich von denen, die ihr und euresgleichen in Europa seit Monaten fahrlässig in ihrer Existenz gefährdet. Und weit darüber hinaus …

Norman Wille,
Auring 9, Vaduz

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