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Leserbrief

Abriss vs. Wünsche der Informations- anlassbesucher

Aus dem Mühleholzquartier Andrea Buchmann Kühnis, Schalunstrasse 9, Vaduz | 1. Oktober 2020

Das Vorhaben, den Landgasthof Mühle dem Erdboden gleichzumachen, ist im wahrsten Sinne niederschmetternd.
Und das, obschon während vier Stunden besorgte Informationsanlass-Besucher/-innen mündlich und schriftlich ihre interessanten Ideen für eine zukünftige Nutzung der «Mühle» anbrachten. Diese sollten nun alle aufs Eis gelegt werden aufgrund eines einzigen Vorschlages?
Der Erhalt der bestehenden Familien-, Quartier- und Stammtischkultur in diesen Räumen war doch zahlreichen Besuchern ein grosses Anliegen mit einer jetzigen Sanierung und den Erhalt des bestehenden Restaurants inklusive Original- Mahlwerk und -Mahlsteinen. Idealerweise auch des hinteren Stübchens, wenn möglich auch des Saals, ebenso wie das nach aussen anmächelig wirkende Outfits des Restaurantteiles der Liegenschaft.
Der Umbau des anscheinend baufälligen Wohnteiles wurde ebenso begrüsst. Mehrfach kamen Vorschläge auf wie die zukünftige Integration von Alterswohnungen. Dieser Liegenschaftsstandort wäre für betagte Personen einmalig in Vaduz mit seiner quasi vor der Haustür liegenden Bus-Hauptschlagader. Zu Fuss einfach erreichbar wäre auch der gegenüberliegende Mühleholzmarkt mit Angeboten wie Coiffeur, Arztpraxen und weitere, 50 Meter entfernte Angebote wie Bäckerei, Therapiestellen, usw. Dem Ziel, so lange wie möglich unabhängig leben zu können, könnte so entgegengekommen werden.
Auch Jugendorganisationen bekundeten grosses Interesse an der Integration einer Anlaufstelle an diesem von Sekundarstufen-Schülern stark frequentierten Ort.
Bemerkt man die Menge der in den Landeszeitungen bezeugten Auffälligkeiten von heutigen Jugendlichen und schaut man sich anderweitig moderne Projekte an, welche Alterswohnungen an idealen Standorten integrieren, frage ich mich ernsthaft, was die am Informationsanlass anwesende Arbeitsgruppe mitsamt Bürgermeister denn überhaupt von den Bedürfnissen der anwesenden Besucher/-innen wahrgenommen hatten – oder worauf sie noch warten!
Meines Erachtens gibt es nur eins: Es sollte jetzt gehandelt werden, aber klug und nach dem Bedarf der Vaduzer Stimmbürger/-innen.
Es braucht kein Park-Aushängeschild nach aussen, sondern eine Erfüllung der Bedürfnisse der Gemeinde- und Quartierbewohner/-innen.

Aus dem Mühleholzquartier
Andrea Buchmann Kühnis,
Schalunstrasse 9, Vaduz

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