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Leserbrief

Quo vadis?

Kurt Gstöhl, Festspielstrasse 22, Eschen | 28. September 2020

Täglich werden wir von den öffentlich-rechtlichen Medien mit den neusten «Zahlen» über das Coronavirus bombardiert. Zudem werden wir mit Begriffen wie Reproduktionsraten, Infektionsraten, Fallzahlen, Neuinfizierte, Positivraten, Sterberaten, Testraten, Wachstumsraten, Verdoppelungszeit übersät. Zahlen ohne Zusammenhang haben jedoch keine Aussagekraft, schüren Ängste und verunsichern die Bevölkerung. Wir sind in eine Knechtschaft der «Zahlen» geraten, die unsere Handlungen massgebend lenken. Die wesentlichsten Faktoren zur Ergreifung von angemessenen Massnahmen sollten sich nicht ausschliesslich an der Anzahl der positiv Getesteten, sondern vor allem nach dem Schweregrad der Erkrankung und einer deutlich erhöhten Sterberate richten. Diese bewegt sich in Europa seit Monaten, im Vergleich zu den Vorjahren, auf einem normalen Niveau. Wenn man sich aber bei den angeordneten Massnahmen ausschliesslich nach dem Wochenschnitt der positiv Getesteten pro 100 000 Einwohner orientiert (Obergrenze 50), kann sich diese Pandemie wohl endlos dahinziehen.

Kurt Gstöhl, Festspielstrasse 22, Eschen

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