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Leserbrief

Die Nordeinfahrt?

Jo Schädler, Eschnerstrasse 64, Bendern | 10. September 2020

Immer wieder tauchen in den Irrungen des ehemaligen Landeplaners Hubert Ospelt Visionen auf, die Nordeinfahrt Buchs für den internationalen Fernverkehr zu realisieren, was auch in den Richtplänen von Land und Gemeinden festgelegt wäre. Einmal kam er damit, diese zusätzlich zu der bestehenden Südeinfahrt zu machen. Und jüngst schrieb er noch, dass wir nun handeln müssen, weil die Bahn ohnehin zu sanieren wäre und die Schweiz und Österreich nicht mehr zuwarten werden. Neulich verstieg er sich sogar darin, dass alleine DpL und DU den Karren an die Wand gefahren hätten. Aus dem Dreck ziehen, müssten ihn nun die derzeit verschmähten «Eliten» besorgen, womit er wahrscheinlich VU und FBP meint. (Wikipedia schreibt: Elite bezeichnet eine Gruppierung von tatsächlich überdurchschnittlich qualifizierten Personen. Laut Michael Hartmann tendiert die Elite dazu, sich ihre eigenen Werte zu schaffen, die die Moral der Gesamtgesellschaft ignoriere, was sich etwa in der mangelnden Bereitschaft zeige, angemessene Steuern zu entrichten und demokratische Strukturen infrage zu stellen.) Ospelts präzise Analyse von VU und FBP. Seine Erklärung, welcher Karren jetzt wo und an welcher Wand klebt, bleibt natürlich aus. Bei alledem, was dieser ehemalige Landeplaner immer wieder verbissen und hartnäckig von sich gibt und sich nicht scheut, die aufklärenden Aktivitäten von VU Und DPL als dumme Sprüche und Bildchen darzustellen, legt den Verdacht nahe, dass er dem Stockholm-Syndrom anheimgefallen ist. Darunter versteht man ein psychologisches Phänomen, bei dem Opfer von Geiselnahmen ein positives emotionales Verhältnis zu ihren Entführern aufbauen. Das kann dazu führen, dass das Opfer mit den Tätern sympathisiert und mit ihnen kooperiert. Ospelts unermüdlicher Drang, in dem er sich nicht scheut, Menschen, die anderer Meinung sind, als dumm zu desavouieren, um den Österreichern devot und fussfällig den Weg für ihre Bahn Transportgeschäfte zu eben, verwirrt und lässt aufhorchen. Auch der ehemalige Landesplaner dieses Staates Liechtenstein muss wissen, dass ab der Grenze im Ruggeller Riet und Fussach am Bodensee fast 40 Kilometer sind, um zwischen Österreich und der Schweiz Autobahn und auch Schienenverbindungen zu realisieren. Warum der einstige Landesplaner so affengeil darauf ist, dass das kleinste Land der Erde seinen raren Boden für die grossen Nachbarn opfern sollte, wird wohl für viele Menschen in diesem schönen Lande für immer ein Rätsel bleiben.

Jo Schädler, Eschnerstrasse 64, Bendern

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