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Leserbrief

Nein können sie alle

Hubert Ospelt, ehemaliger Landesplaner Lettstrasse 27, Vaduz | 3. September 2020

Eine Analyse der Nein-Abstimmung zum S-Bahn-Kredit und was noch zu sagen ist:
Das Nein allein auf das «Autoland»-Volk zurückzuführen, greift zu kurz. Die haltlose Kritik an ungenügender Information und Kommunikation erweist sich als Mär. Vollständig erklärbar wird das Resultat erst, wenn laut Vorwahlbefragung selbst die Freie Liste als Klimapartei praktisch lautlos abseits steht und zu einem Viertel Nein stimmt, wenn die FBP mit Schielblick auf die Wahlen klar Nein stimmt, wenn die VU nach Beschuss aus den eigenen Reihen knapp noch eine Pattsituation erzielt.
Nicht unerwartet nach der Abstimmung ist die offensichtliche Ratlosigkeit von DuDpL, die den Karren, den sie an die Wand gefahren haben, bei absehbarer Wirtschaftskrise bestimmt nicht aus dem Dreck ziehen werden. Das können dann bitte die derzeit vielgeschmähten Eliten besorgen.
Zur Lösung des Mobilitätsproblems – das wir zwar offenbar nicht haben – verbleiben neben dem alternativlosen Ausbau der Bahn nur noch zwei massgebende Projekte: Nämlich mittelfristig die Weiterführung der Nordumfahrungsstrasse zur Entlastung des Schaaner Ortskerns und längerfristig die Nordschleife Buchs für den Bahnfernverkehr. Beides ist übrigens in den Richtplänen von Land und Gemeinde seit Jahren festgelegt. Alles andere sind kosmetische Massnahmen, die für sich alleine im Stau stecken bleiben.
Was die Bahn betrifft, die ohnehin zu sanieren ist, muss jetzt gehandelt werden, nachdem Österreich und die Schweiz nicht mehr zuwarten werden, bis wir uns vielleicht eines Besseren besinnen.

Hubert Ospelt,
ehemaliger Landesplaner
Lettstrasse 27, Vaduz

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