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Leserbrief

Walser- Heimatmuseum

Klaus Schädler Hagstrasse 12, Triesenberg | 3. September 2020

«Dr Gmeindsraad fichts a, ds Walser-Heimatmuseum aabzbrächa»: Das steht zurzeit in Triesenberg auf einem grossen Plakat an der Landstrasse im Weiler Gufer. «As ficht mi a» heisst auf schriftdeutsch – «ich möchte gerne». Das nur für jene, welche vielleicht mit dem «Bäärger-Dialäkt» ein wenig Mühe haben.
Das Plakat mit der «Walliser-Flagge» sorgt am Triesenberg für Diskussionen. Das ist erfreulich. Dafür wurde es auch gestaltet und montiert. Die Frage stellt sich nun beim auf den 3. Oktober geplanten «Dorfcafé»: Sollen wir das 1980 eröffnete Walser-Heimatmuseum zugunsten eines grossen Festplatzes abbrechen, wie es das Siegerprojekt betreffend die Dorfzentrumserweiterung vorsieht und der Gemeinderat vorschlägt? Bauen wir nach dem Abbruch wirklich ein neues, modernes Museum, wie es im Siegerprojekt auf der in Privatbesitz befindlichen Parzelle mit dem heutigen Haus Schloss-Strasse Nr. 8 steht?
Dass das Walser-Heimatmuseum ohne Ersatz abgebrochen werden soll, würde dem vor zwei Jahren erarbeiteten Leitbild der Gemeinde Triesenberg widersprechen. Dort steht, dass wir die Walserkultur weiterhin pflegen werden. Die Weichenstellung über die Zukunft des heutigen Walser-Heimatmuseums wird für den Gemeinderat wohl nach dem nächsten «Dorfcafés» erfolgen. Alle sind von der Gemeinde eingeladen, beim Besuch des «Dorfcafé» ihre Meinung einzubringen. Die Wortmeldungen am «Dorfcafé» werden zur Meinungsbildung beitragen. Das hilft sicher auch bei der künftigen Weichenstellung im Gemeinderat.
Hoffentlich melden sich möglichst viele Freunde der Walserkultur und des Walser-Heimatmuseums zur Teilnahme am «Dorfcafé» an. Dort könnte zum Beispiel auch der Vorschlag gemacht werden, dass die Gemeinde vor dem Abbruch des heutigen Walser-Heimatmuseums verbindlich sagen soll, auf welcher Parzelle das neue Walser-Heimatmuseum erbaut wird und dass innert fünf Jahren nach Abbruch des Museums dort ein modern ausgestattetes Walser-Heimatmuseum mit ähnlich grosser Ausstellungsfläche erstellt wird.
Wenn die Gemeindevertretung bereit ist, diese Zusage zu machen, stellt sich nur noch die Frage nach dem Preis für den Abbruch der zwei 1980 eröffneten Gebäude, die Frage der Kosten für den grossen Festplatz und die Kosten für den Museums-Neubau.

Klaus Schädler
Hagstrasse 12, Triesenberg

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