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Leserbrief

«Richtige» Lösungsansätze

Daniel Dutler, Rankhag, Schellenberg | 2. September 2020

Der letzte Wahlsonntag hat mich stolz gemacht. Sehr hohe Wahlbeteiligung. Unser Volk interessiert sich stark für die politischen Themen, und darauf darf man wirklich stolz sein im Land. Die Themen wie Mobilität, Frauenbeteiligung in der Politik oder Doppelbürgerschaften sind die richtigen Handlungsthemen. An den Lösungsansätzen gilt es aber noch stark zu arbeiten. Warum gibt es bei den Initiativen immer so viele ungeklärte Stolpersteine und Kompromisse? Kein Wunder, poppt immer öfter das Nein vom Volk an der Urne auf. Unser Volk ist nicht dumm – im Gegenteil! Warum muss es beim Mobilitätskonzept ausgerechnet eine S-Bahn sein? Fast jeder Haushalt hat heutzutage zwei Autos und einiges an Fahr- und/oder Motorrädern. LIEmobil ist heute flächendeckend in Liechtenstein vertreten. Warum nicht da Verbesserungen oder Alternativen entwickeln? Vielleicht auch ÖV-fördernde Massnahmen/Angebote treffen? Warum keine Vergünstigung für diverse Altersgruppen? Warum ist eine U-Bahn keine Lösung? Eine Schwebebahn oder Seilbahn könnte es ja auch sein? Liechtenstein könnte heute so gut aus der Menge (Vergleich andere Länder) herausstechen. Eine elegantere Lösung würde uns in der Mobilität als auch in der Attraktivität (Tourismus) weiterbringen. Warum keine weitere Brücke mit Autobahnanschluss? Warum die bestehenden Brücken nicht breitspurig erweitern? Warum Verkehrskreuze nicht anders entlasten mit möglichen Ausweich-/Verteilzonen? Ich denke am Schluss sind nicht die Kosten der ausschlaggebende Punkt. Ich würde sogar behaupten, wenn man Lösungsansätze so weit erarbeiten könnte, die auch eine Vielzahl der Bürger direkt betreffen, dann ist man auch bereit, diese Kosten freizugeben (meiner Meinung nach auch weit über 100 Mio. Franken). Auch das Thema «Halbe/Halbe». Warum muss die Initiative/Lösung in der Verfassung ergänzt werden? Warum könnte es nicht zielführender sein, dass man amtierende Politikerinnen versucht zu coachen und so auf normalem Weg in die Politik zu befördern? Ich sehe es ebenso, dass ein Frauenanteil dem Land gut tun würde. Aber warum diese temporäre «Problematik» so lösen? Meiner Meinung nach sollte das Volk, bzw. die Gemeinden, in der Lösungserarbeitung mehr angehört und ggf. auch mehr in die Pflicht genommen werden. Dann bin ich davon überzeugt, können wir die Änderungen vornehmen und erreichen in diesen wichtigen Themen auch ein Ja. Ich behaupte: Wir sind bereit für diese wichtigen Veränderungen, aber ohne einschneidende Kompromisse, und mit den richtigen Lösungen.

Daniel Dutler,
Rankhag, Schellenberg

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