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Leserbrief

«Um Himmels willen!»

Carmen Sprenger-Lampert, Landstrasse 333, Triesen | 29. August 2020

Der ehemalige Ruggeller Pfarrer wurde zu einer teilbedingten Geldstrafe wegen des Vergehens pornografischer Darstellungen Minderjähriger nach § 219 Abs 4 Z 2 StGB verurteilt. Das entsprechende Strafhöchstmass liegt bei zwei Jahren Freiheitsstrafe.
In Anbetracht der entsprechenden Presseinformationen veranlasst mich dieses Urteil zum Kopfschütteln. Wird durch ein solches Urteil der Kinderschutz ausreichend gewährt? Was darf man sich von einer geistlichen Vertrauensperson erwarten? Eine Person, die im heiligen Gotteshaus predigte und den sündigen Mitmenschen ggfs. anlässlich einer Beichte die Schuld erlassen hat. Auch fehlt mir das Verständnis dafür, was in diesem Fall in den Geheimbereich eines Geistlichen fallen soll? Corona in der aktuellen Situation als Rechtfertigung für das Nichterscheinen zur Gerichtsverhandlung zu nutzen, verleiht dieser traurigen und tragischen Geschichte zusätzlich eine seltsame Note. Die Tatsache, dass es vonseiten des Erzbistums offenbar niemand für nötig hielt, am Ort der Sancta Justitia zu erscheinen, weckt den Eindruck einer einheitlichen Vorgehensweise. Erlöse uns von den Bösen! Amen.

Carmen Sprenger-Lampert,
Landstrasse 333, Triesen

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