Leserbrief

Mobilfunkmast in Schellenberg

Markus Hassler, St. Georgstrasse 52, Schellenberg | 27. August 2020

So, wie ich die Sache mit der Antenne in Schellenberg bis heute verfolgt habe, äusserten sich öffentlich nur Gegner betreffend den Bau dieser Antenne. Ich habe bis heute keine Befürworter gehört, die sich öffentlich für die Antenne einsetzen oder die Wähler darüber informierten, warum sie für den Bau der Antenne sind, nicht einmal die Befürworter aus dem Gemeinderat und die Gemeinde selbst haben die Wähler über Pro und Kontra informiert. Es gibt sicher sehr viele Einwohner in Schellenberg, die sich ein besseren Empfang wünschen, viele beklagen sich über den schlechten Handyempfang, ich höre es momentan jeden Tag von den Handwerkern und Unternehmer, die am Umbau beim Gemeindehaus arbeiten. Die Möglichkeit, gegen den Bau der Antenne anzukämpfen, gibt es nur, weil sie auf einem Grundstück der Gemeinde erstellt werden soll. Wenn die Antenne auf einem Gebäude oder Grundstück einer Privatperson errichtet würde, gäbe es keine Möglichkeit, gegen die Erstellung anzukämpfen, wenn die vorgegebenen Werte eingehalten werden. In Schellenberg müssen wir froh sein, dass es noch Anbieter gibt, die Geld investieren, um eine Antenne zu bauen. Bei einer Ablehnung kann es dann gut sein, dass sich kein Anbieter mehr bereit erklärt, Geld zu investieren in Schellenberg, erst recht wenn er die Kosten-Nutzen-Rechnung macht. Laut Fachleuten haben wir eine noch schlechtere Erreichbarkeit wenn das 2G-Netz ab 31. Dezember 2020 ausser Betrieb genommen ist. Die Strahlung betreffend ist so: Je schlechter der Empfang, desto mehr strahlt das Handy und desto mehr Strom braucht es. Ich bin auch überzeugt, dass heute der Grossteil in ihren Häusern oder Wohnungen WLAN in Betrieb haben und sehr viele auch Funk-Telefon oder -Wecker, Mikrowelle, Induktionsherde. Diese Geräte strahlen alle auch. In der Primarschule wurde kürzlich in der gesamten Schule WLAN eingebaut, da, wo die Kinder täglich der WLAN-Strahlung ausgesetzt sind, hat sich niemand dagegen gewehrt. Wie wir kürzlich betreff Corona erfahren haben, ist es immer wichtiger, dass jeder eine gute Erreichbarkeit hat für das Homeoffice. Von Wohnungsvermietern hört man, dass ein guter Handyempfang ein Argument ist, um eine Wohnung vermieten zu können. Ein wichtiger Grund für die Antenne ist auch ein guter Empfang bei einem Notfall. Heute wird in vielen Häusern und Wohnungen kein Festnetz mehr betrieben. Ich persönlich bin ein klarer Befürworter für den Bau der Antenne und hoffe, dass sich noch mehr Wähler in Schellenberg dafür entscheiden, damit wir auch längerfristig unsere Erreichbarkeit sichern können.

Markus Hassler, St. Georgstrasse 52, Schellenberg

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