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Leserbrief

Neustart mit Lockdown

Ulrich Hoch, Grüschaweg 11, Triesenberg | 21. August 2020

Antony P. Müller, ein renommierter Wirtschaftswissenschaftler der Universität Erlangen-Nürnberg, hat sich mit der Agenda des WEF 2021 beschäftigt. Der «Great Reset» soll das Thema des 51. Treffens des WEF in Davos im Jahr 2021 sein. Die Agenda steht für die Verpflichtung, die Weltwirtschaft in Richtung einer «fairen, nachhaltigen und widerstandsfähigen Zukunft» umzupolen. Die Anordnung zum Herunterfahren der Wirtschaft und dem Abstandhalten hat viele Menschen irritiert. Es zeichnen sich grosse Veränderungen ab. Zeit, die Herausforderungen zu erkennen und die Absichten offenzulegen. Die neue Weltordnung müsse «dringend» verwirklicht werden. Es gelte, eine «gleichberechtigte, integrative und nachhaltige Volkswirtschaft» aufzubauen, so die Befürworter. Sie weisen darauf hin, dass die Coronapandemie, «die Unhaltbarkeit unseres Systems» offengelegt habe, dem der «soziale Zusammenhalt» fehle. Man sollte sich fragen, wer denn den Staat regiert und in wessen Namen solche weitreichenden Umgestaltungen global verfolgt werden können? Das weltweite Niederfahren der Wirtschaft wurde kommandomässig mit fast identischen Massnahmen in die Wege geleitet. Dieser wirtschaftliche Lockdown hat weltweit die finanzielle Lebensgrundlage von Millionen von Menschen zerstört. Ein permanentes Schüren von Angst, Aufgleisung von irrsinnigen Verhaltenskontrollen, Arbeitslosigkeit und wachsende Machterweiterung des Staates stehen im Fokus. Während die roten und braunen Ideologen noch Massenexekutionen, Konzentrationslager und Gulags benötigten, um ihre Macht aufrecht zu erhalten, können mit Hilfe neuer Technologien Andersdenkende heute leicht identifiziert werden. Abweichende Meinungen sollen als moralisch verwerflich gebrandmarkt werden. In den vergangenen Jahren hat sich bei den jährlichen Treffen in Davos die Meinung durchgesetzt, dass die Welt eine Revolution von oben brauche. «Die Veränderungen sollen so rasch und dramatisch erfolgen, dass die Menschen nicht erkennen können, dass eine gegen sie gerichtete Revolution stattfinde.» Als Fazit sieht Prof. Antony P. Müller die Gefahren, dass mit den Massnahmen im Zuge des Coronavirus der Versuch einer Neudordnung der Weltwirtschaft eingeleitet wurde. Eines ist sicher, der grosse Plan eines Neustarts wird scheitern. Warum sind die geistigen Eliten immer wieder von Ideologen fasziniert, die Gesellschaft, Wohlstand, Freiheit und Moral zerstören? Besser wäre es, so gibt Prof. Antony P. Müller zu bedenken, wenn es rechtzeitig gelänge, diesen Vorstellungen Einhalt zu gebieten um die Kosten an Wohlstand und Gesundheit abzuwenden.

Ulrich Hoch, Grüschaweg 11, Triesenberg

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