Leserbrief

Gleichbehandlung bei der Vergabe der doppelten Staatsbürgerschaft

Verein für Menschenrechte | 20. August 2020

Wissenschaftliche Studien zeigen, dass eine Einbürgerung einen wichtigen Beitrag zur sozialen, wirtschaftlichen und politischen Integration von Immigrantinnen und Immigranten leistet und somit als Katalysator für die Integration wirkt. Die Einführung der doppelten Staatsbürgerschaft baut Hürden für eine Einbürgerung ab, erhöht die Teilhabe der Wohnbevölkerung am politischen Leben und stärkt damit die Demokratie. Die aktuelle Gesetzesvorlage ermöglicht den Erwerb der doppelten Staatsbürgerschaft allerdings nur für Personen aus der Schweiz und aus EWR-Staaten (sofern diese Staaten dies auch so handhaben). Dies widerspricht dem menschenrechtlichen Grundsatz der Gleichbehandlung und diskriminiert Drittstaatsangehörige.

Verein für Menschenrechte

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