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Leserbrief

Zur doppelten Staatsbürgerschaft

Oswald Schädler, Hegastrasse 35, Triesenberg | 19. August 2020

Gemäss Gemeindegesetz werden Bürger anderer Liechtensteiner Gemeinden in das Gemeindebürgerrecht aufgenommen, wenn sie die vergangenen fünf Jahre vor der Antragsstellung den Wohnsitz in der Gemeinde gehabt haben und in Besitz der bürgerlichen Ehren und Rechte sind. Die Antragstellerin/Antragsteller nimmt zur Kenntnis, dass sie/er mit der Aufnahme in das Bürgerrecht der Gemeinde, das Bürgerrecht ihrer/seiner bisherigen liechtensteinischen Gemeinde verliert. In Anbetracht dessen frage ich mich, ob es zu viel verlangt ist, für Personen, die mit dem Gedanken spielen, Liechtensteinerin oder Liechtensteiner zu werden, auf das angestammte Landesbürgerrecht zu verzichten? Nein, ist es ganz bestimmt nicht!
Für mich ist es völlig unverständlich, dass die Regierung und die Mehrheit des Parlaments für die doppelte Staatsbürgerschaft in der vorgesehenen Form plädiert. Es gilt als ziemlich sicher, dass bei Annahme dieser Vorlage die doppelte Staatsbürgerschaft auf Verlangen auch an Drittstaatsangehörige zu erteilen ist. Liechtenstein ist bei weitem nicht der einzige Staat, der die doppelte Staatsbürgerschaft nicht zulässt. Unsere beiden Nachbarländer Deutschland und Österreich erkennen die doppelte Staatsbürgerschaft ebenfalls nicht an.
Darum ein Nein zu dieser unausgewogenen Vorlage!

Oswald Schädler, Hegastrasse 35, Triesenberg

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