Volksblatt Werbung
Volksblatt Werbung
Leserbrief

Manipulation in Reinkultur ...

Herta Kaufmann, Bildgass 64, Schaan | 19. August 2020

Wer das Interview auf 1FLTV mit Herrn Roland Lapp gesehen hat, und dann noch immer ein Ja in die Urne wirft, dem ist beim besten Willen nicht mehr zu helfen! Die beiden ausgewiesenen Verkehrs-Experten, Herr Obermayr und Herr Lapp, haben uns plastisch vor Augen geführt, was für ein sinnloses Projekt da mit aller Gewalt durchgezogen werden soll. Was die Regierung in den vergangenen Wochen mit uns angestellt hat, ist Manipulation in Reinkultur. Bei uns im Land ist man in Bezug auf Überzeugungs-Druck der Politik ja schon einiges gewohnt, aber das jetzige Gebaren schlägt dem Fass den Boden aus. Man könnte sich fremdschämen! Diese massive Vorgehensweise und Taktik sind einer Gehirnwäsche gleichzustellen. Man wird von allen Seiten zugemüllt mit fadenscheinigen und zum Teil schwammigen und nicht fundierten Argumenten, die eher auf einen Wunschzettel gehören als auf eine Abstimmungsempfehlung. Um uns zu überzeugen werden alle Mittel eingesetzt. Sogar ausländische Institutionen (Cipra) werden auf Einladung der Jasager gebeten, ihren Senf dazuzugeben. Leute, die im Ausland leben und keine Ahnung haben, was sich hier bei uns eigentlich abspielt. Und zu guter Letzt werden von den Befürwortern noch Halberwachsene dazu missbraucht, den Bürgern gute Ratschläge zu geben. Bei einem Ja zur S-Bahn kündigt sich ein neuerliches finanzielles Desaster in unserem Land an. Wenn sich die Wunschzettelträume unserer Politiker (zum Beispiel täglich 5000 Bahnfahrer) dann in Luft auflösen, könnte es sein, dass man für die nötigen Infrastrukturen (Strassenverlagerung, Unterführungen, Haltestellen, etc.) 150 bis 200 Millionen Franken in den Sand gesetzt hat. Die beiden Verkehrsexperten haben uns vor Augen geführt, wie kompetent unsere «Führungsriege» ist. Das sollte jedem Liechtensteiner zu denken geben. Vielleicht sollten einige Volksvertreter von ihrem hohen Ross herunterkommen? Vielleicht sollte man ein andermal kompetentere Bürger zu Verhandlungen schicken? Schlimmer kann es nicht werden. Darum wiederhole ich gerne nochmals den ersten Satz dieses Briefes: Wer nach Kenntnis des Interviews mit Herrn Lapp noch immer ein Ja in die Urne wirft, dem ist wirklich nicht mehr zu helfen!

Herta Kaufmann, Bildgass 64, Schaan

Teile diesen Leserbrief mit deinen Freunden

Leserbrief schreiben

Wie denken Sie darüber?
Titel
Text 0 / 2500 Zeichen
Weiter
Volksblatt Werbung