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Leserbrief

Solidarisch – was ist das?

Peter Beck, Poststrasse 30, Schaan | 17. August 2020

Die ÖBB fahren seit bald 150 Jahren durch Schaanwald und Nendeln. Man weiss, entlang einer Bahnstrecke entsteht bei jeder Durchfahrt Lärm. Im Laufe der letzten 50 Jahre wurden in diesen beiden Weilern neue Häuser trotzdem in unmittelbarer Nähe der Bahnlinie gebaut. Eine Gruppe jener Bewohner hat letzthin in einem Lesebrief eine Kampagne gegen den Ausbau der Gleisanlagen gestartet. Sie wehren sich gegen vermutlich neuen zusätzlichen Lärm. Ob sie bei dieser Kampagne auch einen kurzen Moment an ihre Mitbewohner im Dorf gedacht haben? In ungefähr 100 m Entfernung parallel zur Bahnlinie befindet sich die äusserst stark frequentierte Landstrasse. Dort herrscht nicht nur im Viertelstundentakt, sondern permanent, Tag und Nacht sehr starker Lärm, Gestank und Gefahr von Lkw, Personenwagen und Motorräder. Die an der Strasse können sich nicht mit einem Stimmzettel wehren, von ihnen wird einfach verlangt, dass sie all diese Belästigungen hinnehmen. Dabei könnten die S-Bahn und das geplante Mobilitätskonzept vermutlich ein wenig Entlastung für die Geplagten an der Landstrasse bringen. Wo bleibt hier die Solidarität gegenüber den Mitbewohnern im selben Dorf? «Bringt mir persönlich keinen Profit» ist die neue Masche der ewig Neinsager in Liechtenstein.


Peter Beck,
Poststrasse 30, Schaan

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