Leserbrief

David Sele im Sommerloch

Thomas Rehak, Präsident der Demokraten pro Liechtenstein (DpL) | 29. Juli 2020

Der «Volksblatt»-Journalist David Sele stellt Behauptungen und Mutmassungen in den Raum mit dem Ziel, die Gegner der S-Bahn und damit vor allem die DpL-Abgeordneten in ein schlechtes Licht zu rücken. Simon Schächle liegt völlig richtig, wenn er darauf hinweist, dass das Land die Böden (40 288 Quadratmeter) zu einem durchschnittlichen Preis von unter 100 Franken pro Quadratmeter an die ÖBB regelrecht verschenkt. Simon Schächle erklärt auch, weshalb diese Böden aus seiner Sicht zu einem Spottpreis abgegeben werden müssen. So muss der Bodenbesitzer zum Beispiel Landwirtschaftsboden für unter 20 Franken pro Quadratmeter verkaufen, der danach umzoniert wird, damit dieser dann bebaut werden kann. Dieser Boden soll dann auch noch der ÖBB ins Eigentum übertragen werden. Ob dieses Vorgehen als verschenkt bezeichnet werden darf oder nicht, kann jeder für sich selbst entscheiden.
Besonders voreingenommen sind die beiden Mutmassungen von David Sele, ob wir DpL-Abgeordneten die Unterlagen nicht studiert hätten oder wir Simon Schächle wissentlich falsch informieren würden. Solche Mutmassungen entbehren jeder Grundlage und zeugen von einer ausgeprägten politischen Einseitigkeit. Sehr geehrter Herr Sele, nutzen Sie doch das Sommerloch und erklären Sie den Einwohnern Liechtensteins, wie sie zu einem Boden für 100 Franken pro Quadratmeter kommen, der bebaut werden kann. Das wäre ein interessanter Beitrag zum vorsorglichen Bodenerwerb für alle Liechtensteiner mit bescheidenen finanziellen Möglichkeiten. Selbstverständlich sollen Sachverhalte und deren Darstellung in den Medien diskutiert werden, aber hier dient die Darstellung von David Sele lediglich der Diffamierung der DpL und nicht einer sachbezogenen Darlegung der Fakten.

Thomas Rehak, Präsident der Demokraten pro Liechtenstein (DpL)

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