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Leserbrief

Mundschutz und Verschleierung

Loretta Federspiel, Werthsteig 9, Mauren | 22. Juli 2020

Postauto, Bus, Eisenbahn – ich benütze die ÖV – Sonne, Sommer: Die Reisenden tragen Rucksäcke, Wanderschuhe, sind braun gebrannt, sogar fröhlich – und gesund! Und doch tragen alle, mit wenigen Ausnahmen, einen Lappen um Mund und Nase. Selten pendelt dieser am Ohr oder hängt lässig am Arm herab.
Die Schweiz hat 14,5 Millionen Masken wegen Schimmelpilzbefalls aus Spitälern und Kasernen zurückgezogen! Mich ekelt die Vorstellung: Feuchtigkeit und Wärme lassen im Mundbereich den hochgiftigen Schimmelpilz entstehen, mit Lungenerkrankungen und Allergien im Gefolge.
Vor Monaten noch war der CO2-Ausstoss das aktuelle Thema der Klimahysterie. Und jetzt sollen wir die eigene, verbrauchte Atemluft einatmen, uns am eigenen CO2-Ausstoss vergiften? Ich fürchtete, der Buschauffeur trage die Maske während der Fahrt und ermüde wegen Sauerstoffmangels (fatal für die Reisenden), aber er liess sie am Kinn herunterhängen.
Vor einem Jahr diskutierte man in den Medien noch die Vollverschleierung der arabischen Frauen – erlaubt oder in unserem Strassenbild verboten? – und jetzt ist uns kein Begrüssungslächeln im Bus mehr möglich. Wir bewegen uns von Unterwerfung zu «Unterwerfung» (Titel des beklemmenden Romans des französischen Autors Michel Houellebecq). Der Angstvirus einer doktrinären und uns schädigenden Staatsgewalt hat uns überfallen.
Was diskutieren Politiker in Wirklichkeit am Mittagstisch mit ihrer Familie? Vielleicht: «Kinder, steigt in keinen Bus! Die verordnete Volksverdummung ist übergriffig!» Möglicherweise hören sie doch auch die Stimmen des Arztes Dr. Bodo Schiffmann, des Makrobiologen Dr. Sucharit Bhakdi und einiger investigativer Journalisten und riskieren die Schizophrenie zwischen Wahrnehmung und falscher Prophetie.
Wo sind die Kranken? Wo die Toten? Wovor sollen wir geschützt werden? Schmerzlich werden die Medien vermisst, die der Wahrheit verpflichtet sind. Ebenso schmerzlich die Kirchenvertreter, die zu ihrer Botschaft des Gottvertrauens stehen und danach handeln. Während ich innerlich gegen all die Massnahmen rebelliere, will ich auch daraus lernen: Bin ich mutig, wissbegierig, mir selber treu? Um nochmals auf Houellebecq zurückzukommen: Er meint, «danach» (nach dem Lockdown) werde die Welt dieselbe sein, nur schlimmer. Das schrieb er vor der Maskenpflichtverordnung. Und er hatte recht.

Loretta Federspiel, Werthsteig 9, Mauren

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