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Leserbrief

Ein Ingenieur-Denkmal zwischen Buchs und Feldkirch?

Markus Sprenger, Rheinau 16, Triesen | 17. Juli 2020

Es scheint als wären wir ein Volk von Verkehrsplanern. Die Diskussion ist interessant und Paul Vogt ist ein ausgewiesener und geachteter Experte in Historie, Geschichte und Politik. Seine Ansichten über eine vernünftige Verkehrs- und Raumplanung in Liechtenstein sind aber eher antiquiert als zukunftsorientiert.
Alexander Batliner und weitere Abgeordnete haben Recht in ihren Aussagen, sie weisen in die Zukunft. Wir brauchen jetzt den Ausbau der Brücken und der Strassen- Infrastruktur. Auch wenn wir die Kosten für Brückenverbreitungen solidarisch gegenüber der Schweiz selbst tragen müssen.
Die Schiene als Rückgrat für die Verkehrslösung, als veraltete, 150-jährige Hardware, die lediglich aufgerüstet werden soll, unser kleines Land aber für weitere Jahrzehnte in zwei Teile schneidet, ist der falsche Weg in die Zukunft. Wir erleben gerade den Umbruch der Digitalisierung und wir reflektieren die Gefahren nach Corona und allen Killerviren, die da noch kommen werden und wollen die Menschen zwingen, dicht an dicht, sich in öffentliche Verkehrsmittel wie S-Bahn-Züge zu begeben.
Moderne Software, wie zum Beispiel Verkehrsleitsysteme, autonomes Fahren, individuell als auch Shuttle Bus Systeme etc., sowie die Revolution in der Antriebstechnik fordern uns, parat und gerüstet für die Zukunft zu sein. Wir müssen die Infrastruktur dazu entsprechend ergänzen und ausbauen. Zusätzlich wird auch aus ökonomischen Gründen die Neuausrichtung der Wirtschaft nach Corona schneller als gedacht den Wechsel in der Arbeitswelt erzwingen.
Seltsame Steuersysteme wie Road Pricing, Verkehrsüberlastung, starre Eisenbahn-Ausbauten und dergleichen mehr werden durch Arbeitsformen wie Outsourcing und Homeoffice infrage gestellt.
150-jährige Staatsverträge sind durchaus denkbar auch zu beenden, wenn ich mich geschichtlich recht erinnere, erfolgte die letzte Kündigung eines solchen Staatsvertrages im Jahre 1918 und war für den Kleinstaat Liechtenstein auch relativ einfach damals. Was diese Generation uns voraus hatte war die Weitsicht, der Mut und die Risikobereitschaft, neue Wege zu beschreiten zur Erreichung des Wohlstandes und Fortschritts.


Markus Sprenger, Rheinau 16, Triesen

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