Leserbrief

Rückbau statt Ausbau der Bahnlinie

Walter Marxer, Hub 32, Eschen | 13. Juli 2020

Für die S-Bahn wird zurzeit aggressive Werbung betrieben und ich habe versucht, die Argumente der Befürworter sachlich zu bewerten. Dabei habe ich mich gefragt, was soll uns das Ganze bringen?
Brauchen wir für den Güterverkehr zwei Geleise von der österreichischen Grenze bis nach Nendeln. In Liechtenstein findet kein Güterumschlag statt, denn seit vielen Jahren wurde derselbe beim Bahnhof Schaan und beim Bahnhof Nendeln eingestellt und die Gleisanlage rückgebaut.
Die Bahnlinie wurde vor ca. 150 Jahren, bevor es Autos gab, von grossen Pionieren der damaligen Zeit gebaut und gilt heute für den lokalen Verkehr als veraltet. Der Personenverkehr mit der Bahn in Liechtenstein, inklusive der Pendler, ist erfahrungsgemäss fast bedeutungslos. Da wird auch eine getaktete S-Bahn nicht viel ändern. Auch der Lastwagenverkehr auf den Strassen durch unser Land wird durch eine S-Bahn nicht beeinflusst.
Wäre nicht der Rückbau der ganzen Bahnlinie ein Segen für unser Land? Auf dem Bahntrasse könnte mit wenig Aufwand eine Umfahrungsstrasse, im Sinne eines Grosskreisels, für Schaanwald, Nendeln und Schaan realisiert werden. Die Verkehrbelastung in den Dörfern wäre bedeutend geringer. Die Verkehrsbehinderungen und die Emissionen der Bahn wären gänzlich eliminiert.
Zukünftig wird sich die Elekromobilität auf unseren Strassen durchsetzen, die wesentlich umweltfreundlicher und anpassungsfähiger sein wird. Meine Gedanken sollen dazu beitragen, in Liechtenstein eine enkeltaugliche Verkehrslösung zu finden und ich bin überzeugt, dass die Wählerinnen und Wähler die Zeichen der Zeit erkennen.

Walter Marxer,
Hub 32, Eschen

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