Leserbrief

Mögliche Alternativen zur Wahl für oder gegen S-Bahn

Dr. med. univ. Harald R. Eckstein, Facharzt für öffentliches Gesundheitswesen,... | 10. Juli 2020

Es gehört ein Umgehungsstrassenkonzept für Gemeinden her und als wirkliche Alternative zur S-Bahn angeboten. Dann hätten die Gemeinden endlich weniger Verkehr im Zentrum. Wir bräuchten keine bodenverschlingenden Bussspuren, die die meiste Zeit ungenutzt bleiben. Wir brauchen keine solche riesigen Busse, die leer fahren. Wir brauchen flexible, kleine und elektrische Lösungen bei den Bussen. Wir brauchen Hauptstrassen mit Flüsterasphalt zur Lärmeindämmung usw. Und noch etwas ... warum behindert die Politik die neuen elektrischen Verkehrsmittel seit Jahrzehnten mit Polizeimassnahmen und lässt Elektroroller, Elektroeinräder und jegliche kleine elektrische Fortbewegungsmittel nicht zu? Modern und Zukunft geht anders. Zu einem Zukunftskonzept für Verkehr gehört viel mehr als eine S-Bahn. Liechtenstein ist keine Agglomeration mit Gemeinden von 200 bis 5000 Einwohnern. Agglomerationen sind Städte mit über 500 000 Einwohnern. Das werden wir auch in 30 Jahren nie haben. Deshalb ist es falsch, für so wenige Menschen in Liechtenstein ein Verkehrsmittel für Bevölkerungsmassen zu finanzieren und zu etablieren.
LIEmobil gehört umgestaltet und modernisiert. Verkehrswege gehören neu gedacht und auf unser kleines Land adaptiert. D. h. unter anderem Umgehungsstrassen für Schwerverkehr und Durchgangsverkehr, um Zentren zu entlasten. Keine Fahr- und Parkverbote. Breitere Gewege. Grün in den Strassen und zwischen den Verkehrswegen auf den längeren Strassen (Alleen). Zulassen von allen elektrischen Verkehrsmitteln unter 25 km/h auf Radwegen und Fussgängerwegen ohne Bedingungen usw.
In unseren Liechtensteiner Zentren brauchen wir nicht Grossbusse und für alles separate Wege. Wir brauchen dort Wege, die alle, also Fussgänger, Elektrische Kleinmobilität, Fahrräder, Roller, Autos und Kleinbusse, ... zulässt und auch für stehende Verkehrsmittel Platz bietet. Dies alles in einer freundlichen, städtebaulichen Umgebung (Architektur, Überdachungen usw.) mit viel Grün und Blumen. Solche Konzepte würden Bürger modern wieder zusammenführen im öffentlichen Raum. Davon sind wir weit entfernt mit einer neuen S-Bahn. Heute arbeiten aber immer noch Regierung, VCL usw. gegen ihre 40 000 Bürger und 40 000 Autos und Autofahrer. Ich bin nicht gegen eine S-Bahn, die wir ja schon haben, sondern meine, wir müssten vorher in Wege und Strassen vor unserer jeder Tür investieren. Also zuerst Hausaufgaben machen. Wegen dieser Alternativlosigkeit des Konzeps der Regierung gibt die Regierung uns wieder mal keine Alternative zum Wählen und darüber hinaus einseitige Informationen mindestens, wenn nicht Manipulation.
Hätte er Alternativen, könnte der Bürger mit seiner Wahl entscheiden, ob er für sein zukünftiges E-Auto, das leise und abgasfrei ist, in die Strasse und damit in ... seine ... Zukunft investiert, oder in eine S-Bahn mit Haltestelle in Nendeln, für wen auch immer.

Dr. med. univ. Harald R. Eckstein, Facharzt für öffentliches Gesundheitswesen, Allgemeinmedizin und Sozialmedizin, Rätikonstr. 37, Vaduz

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