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Leserbrief

«S-Bahn-Wahlkampf», Teil eins

Anton Marxer, St. Martins-Ring 54, Eschen | 2. Juli 2020

Ich bleibe beim «Vaterland»-Titel, weil ich den sehr gut und treffend finde. Dies auch im Hinblick darauf, was die Hohelied-Singer der sogenannten Volksvertreter noch anbieten werden. Da wir uns, mit geeigneter Vernebelung, noch als relativ demokratisches Land einstufen, um so mehr ist «Mitdenken» gefragt. Das Austricksen demokratischen Werte ist schon länger im Gang, alles fängt klein an und endet vielleicht bei orbanschen Gefälligkeiten für das Volk.
Auf jeden Fall wird ein selbst denkender Mensch den Beschluss und die ultimative Festsetzung des Abstimmungstermins betreffend S-Bahn (in die Ferienzeit, Juli, August und Coronazeit) als charakterlich sehr, sehr, sehr tief bewerten, Als treffende Bewertung liegen den Denkenden viel präzisere Bezeichnungen im Munde. Es kann vermutet werden, dass die als Volksvertreter Bezeichneten, in lockerer Form Lobbyisten, das Volk für dumm, debil und senil halten. Ich möchte hier kurz auf den «Schneetransport» vom Malbun nach Vaduz hinwiesen, eine solche Klatsche sollte dem Dümmsten (so sagt das Volk) die Richtung weisen, oder man sagt auch, manche lernen es nie.
Bereits vor circa zehn Jahren war das S-Bahn oder Flach-Bahn-Konzept kurz vor der Huldigung. Ich meine, in Ruggell wurde mit der sog. Vorstellung, dem Gesäusel wie bekannt, begonnen. Da nicht einmal die dürftigsten Unterlagen (von ÖBB und Österreich) vorlagen, wurde die Schaustellerei abgebrochen, die Aufklärungsprozessionen beendet. Eine gute Regierung (unter gut verstehe ich u.a. effizient arbeitend, der Wahrheit verpflichtet) könnte uns auch sagen, wie viele Millionen bis heute bereits verbraucht, also in die Taschen der Planer, der Gutachter, der Gesäusler, der Willigen und der Getriebenen geflossen sind. Ich warte.

Anton Marxer, St. Martins-Ring 54, Eschen

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