Volksblatt Werbung
Volksblatt Werbung
Volksblatt Werbung
Leserbrief

Arbeitslosigkeit

Karl Flad, Im Zagalzel 8, Schaan | 24. Juni 2020

Sicher wird dieses Jahr eine Herausforderung für jeden Arbeitgeber und viele werden Menschen entlassen müssen, um das Überleben der Firma zu ermöglichen. Hoffentlich gelingt es. Ich selbst war schon oft in der Situation, bei der ALV und dem AMS vorstellig zu werden, um mein Überleben zu ermöglichen, das Selbstwertgefühl schwand und die Zweifel an mir selbst hatte ich auch, nur war ich nie arbeitslos, sondern stellensuchend. Die Kurse des AMS sind ein exzellentes Hilfsmittel zur Stellensuche. Speziell der «Start up» zeigt nicht nur, wie man sich bewerben soll, sondern nach dieser Schulung hat jeder Teilnehmer ein oder mehrere Bewerbungsschreiben, die auch abgeschickt werden, und einen zeitgemässen Lebenslauf für sich selbst. Nicht irgendeine anonyme Vorlage. Auch die weiteren Kurse sind von sehr hohem Niveau und beinhalten auch Themen, die im täglichen Leben von Nutzen sind. Als normaler Angestellter wird man selten das Vergnügen haben, Kurse von so hoher Qualität und so hohem Niveau vom Arbeitgeber bezahlt zu bekommen. Bei allen Kursen hat die Stellensuche erste Priorität. D. h., Telefonate im Zusammenhang mit der Stellensuche dürfen gemacht werden und ein Bewerbungstermin hat immer Vorrang, auch Probetage können während eines Kurses gemacht werden. Wenn ich angestellt bin, gibt mir mein Arbeitgeber auch einige Regeln vor, die ich einzuhalten habe (Mitarbeiterhandbuch) – ob es mir passt oder nicht. So verhält es sich auch beim AMS, diese Regeln werden schriftlich ausgehändigt und sind keine Willkür, sondern spiegeln die Gesetze und Vorschriften, an die sich das AMS zu halten hat.
Eine Stellenvermittlung durch das AMS ist nur bedingt möglich, da es sich beim AMS um eine staatliche Institution handelt, und der Staat nicht in privatwirtschaftlichen Geschäften handeln darf. Dies ist den Personalvermittlern vorbehalten, mit denen das AMS um eine partnerschaftliche Zusammenarbeit bemüht ist. Sonst würde der Staat in direkter Konkurrenz zu den Personalvermittlern stehen. Ausserdem hat jeder Stellensuchende genügend Zeit, die diversen Stellenportale zu durchforsten und mit den Personalvermittlern Kontakt aufzunehmen. Er/Sie muss ja nicht täglich in die Firma zur Arbeit, aber sollte dennoch die Zeit zur Stellensuche nutzen. Bei korrektem Umgang mit den Mitarbeitern der ALV und des AMS ist der Umgang stets tadellos und freundlich. Es gilt halt immer noch: So, wie man in den Wald hineinruft, kommt es zurück. Ich wünsche allen Stellensuchenden viel Erfolg und nicht verzweifeln. Denn ich habe ja auch wieder eine Arbeit, die mir Spass macht, gefunden.

Karl Flad,
Im Zagalzel 8, Schaan

Teile diesen Leserbrief mit deinen Freunden

Leserbrief schreiben

Wie denken Sie darüber?
Titel
Text 0 / 2500 Zeichen
Weiter
Volksblatt Werbung
Volksblatt Werbung