Leserbrief

Hilfe, ein Mohrenkopf

Ulrich Hoch, Grüschaweg 11, Triesenberg | 15. Juni 2020

Die Migros, Manor und Volg nehmen die Mohrenköpfe wegen ihres Namens aus den Regalen.
So langsam wird es peinlich. Dummheit und Ignoranz scheinen sich virusartig auszubreiten. Man will sich nicht der Gefahr aussetzen, etwas mit Rassismus am Hut zu haben. Mohrenkopf soll neu Schokokuss oder Schaumkuss etc. heissen. Die Auswüchse dieser Dummheit gehen aber noch weiter. Eine Mohrenapotheke soll und darf es nicht mehr geben. Mohrenbräu um Himmels Willen. Wer trinkt denn noch Mohrenbräu? Wissen denn diese politisch korrekten Menschen überhaupt was ein Mohrenkopf ist? So weiss Pfr. Eberhard Geisler zu berichten, dass es sich beim Mohrenkopf ursprünglich um das Porträt des Heiligen Mauritius handelte. Mauritius, auch St. Maurice oder Moritz, abgekürzt Mohr, lebte im 3. Jahrhundert. Er war Anführer der Thebanischen Legion Roms und weigerte sich, Christen aufgrund ihres Glaubens zu töten. Die Römer richteten ihn aufgrund seiner Befehlsverweigerung hin. Mauritius war Afrikaner. Sein Standbild ziert den Magdeburger Dom im Wappen des Bistums München und Freising. Er ist als Schutzheiliger abgebildet. Mit dem Papst Bendedikt XVI. ist er auch nach Rom gewandert. Auch galt der Mohr als Heilkundler und wurde zum Patron der Apotheker. Auch die Mohrenapotheken erinnern an den Afrikaner, der sich gegen die Christenverfolgung stellte. Der Mohrenkopf, als süsses Gebäck ist ihm ursprünglich gewidmet. «Political Correctness» treibt immer mehr sein Unwesen. Die Frankfurter Mohrenapotheke soll auf Betreiben der Kommunen ihren Namen ändern und man darf erwarten, dass linke Weltverbesserer, die ja sowieso das Christentum ablehnen, weitere Mohrenapotheken zwingen werden, ihren Namen zu ändern. «Rassismus» ein Begriff der heute vollkommen inflationär Verwendung findet. Es handelt sich beim Begriff um eine ganz bestimmte antiliberale Ideologie mit einem neuen Weltbild, das Rasse neu als wichtigste treibende Kraft der Geschichte definiert, mit dem Ziel einen neuen Menschen zu schaffen. Einen Menschen, frei von Rasse, frei von Kapitalismus und frei von Individualität. Wir sind keine rassistische Gesellschaft. Wir leben in Zeiten massenhysterischer Wallungen. Das Bild des Rassismus in der Welt wird überdehnt, und lässt einem fast vergessen, dass es Zeiten gab, in denen ein wirklicher institutionalisierter Rassismus vorherrschte. Es wird uns nicht gelingen, den Menschen das Denken in Kategorien, schwarz, weiss, Mann, Frau etc. zu verbieten. Es wäre auch vermessen zu behaupten, dass es keinen Rassismus gibt, aber echte Rassisten sind eine kleine Minderheit.

Ulrich Hoch,
Grüschaweg 11, Triesenberg

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