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Leserbrief

«Zemma» sterben?

Jo Schädler, Eschnerstrasse 64, Bendern | 22. April 2020

Am Montag im «Vaterland» schrieb Patrik Schädler in seinem Leitartikel: «Es geht nur zemma oder gar nicht» unter anderem: «Das Virus hat Menschen getötet, Menschen, die eine Familie hatten. Aus diesem Grund sind Fragen, ob sie wegen oder mit dem Coronavirus gestorben sind, zuallererst einmal unangebracht. Sie sind tot.»
Weiter geht es dann mit: «Medizinisch können wir wohl nur auf einen Impfstoff hoffen, der aber sicher nicht von selbsternannten Virologen oder fehlgeleiteten Impfgegnern erfunden wird. Zum Schluss heisst es dann noch: «Wir sitzen alle im selben Boot. Wir wollen alle unsere Freiheit wieder und dabei nichts verlieren. Das geht nur zemma oder gar nicht.» Tatsächlich ist es so, dass immer mehr anerkannte Experten aus der Medizin und der Wissenschaft an der aufgebauschten Gefährlichkeit von COVID-19 und den erlassenen Massnahmen ernsthafte Zweifel hegen. Die Regierungen und «ihre» Experten hingegen unternehmen alles, die Sache weiter aufzubauschen, um vor den Schweden nicht das Gesicht zu verlieren. Und sogar unsere Kleinstpartei nutzt die Gunst der Maske, um endlich Gutes tun zu können. Die Medien spielen dabei eine sehr ungute Rolle. Vor allem dann, wenn es keinen Unterschied mehr macht, ob einer an Corona, oder an einem Herzkasper von uns gegangen ist. Tot ist tot und zwar coronatot. Basta! Hysterien sind die neue Plage der Menschheit und suchen uns immer öfter und immer skurriler heim. In der Psychiatrie ist eine Hysterie eine neurotische Störung, die unter anderem mit oberflächlicher, labiler Affektivität und einem hohen Bedürfnis nach Geltung und Anerkennung einhergeht. Bei gesunden Menschen, die vor allem nichts verlieren wollen, kommt sie natürlich nur bedarfsweise zur Anwendung wie jetzt mit Covid-19. Das neue Virus bietet endlich die einmalig günstige Möglichkeit, zusammenzustehen, ohne Verluste hinnehmen zu müssen. Bei anderen Krisen und Hysterien ist man weitaus toleranter. Klimakrise zum Beispiel. Da steht man nicht unbedingt zusammen und gibt gemeinsam den Führerschein auf Lebzeiten ab, verzichtet auf Ferienflüge, Kreuzfahrten, Importfrüchte und so weiter. Da werden auch nicht so gerne die Toten gezählt. Und wenn ein Flugzeug vom Himmel fällt oder eine Fähre im Meer verschwindet, wird das verdrängt und man fliegt trotzdem wieder. Beim Coronavirus werden die Toten penibel gesammelt – ganz egal, woran sie gestorben sind. Wie recht Patrik Schädler hat: Wir wollen alle unsere Freiheit wieder und dabei ja nichts verlieren.

Jo Schädler, Eschnerstrasse 64, Bendern

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