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Leserbrief

Sehr geehrter Herr Kollege Wolfinger,

John Bierreth (Zahnmediziner) Eschnerstr. 93, Bendern | 20. April 2020

wir sollten alle zurückhaltend und verantwortungsvoll umgehen mit der Kritik an den Entscheidungen der Regierung bezüglich Lockerung der Einschränkungen wegen SARS-CoV-2 Virus!
Wir Praktiker sind keine Experten in COVID-19-Erkrankungen; die verantwortlichen Politiker können bzw. müssen ihre Entscheidungen, auch wenn sie unpopulär erscheinen, aufgrund von ausführlichen Beratungen durch Virologen fällen.
Es liegt in der Natur der Sache und ist menschlich, dass nicht alle Fachleute in jeder Frage einer Meinung sind. Aber die getroffenen Massnahmen beruhen auf Konsenspapieren!
Mit der Äusserung von persönlichen Meinungen in der Öffentlichkeit können, wenn auch unbeabsichtigt, unbegründete Ängste bei den Menschen ausgelöst werden.
Als ein Beispiel für hohes Ansteckungsrisiko nennen Sie den Besuch beim Zahnarzt. Hier befinden Sie sich im Irrtum! Unsere Hygienemassnahmen sind unter den Fachärzten schon lange herausragend. Seit Jahrzehnten sind wir mit HIV und Hepatitis-C-Viren konfrontiert und haben uns darauf eingestellt. Masken und Visiere komplettieren unseren Schutz zusätzlich.
Die Universitäten in der Schweiz und in ganz Europa lehren heute einhellig schon den Studenten die Behandlung am Patienten unter Kofferdam. Es handelt sich hierbei um einen latexfreien Schutz für den Patienten und das Behandlungsteam, unter dem nahezu jede Therapie durchgeführt werden kann. Der Zahn ist hygienisch von der Mundhöhle isoliert. Im Ergebnis bedeutet das laut Wissenschaft, dass das entstehende Aerosol (Luft-Wasser-Gemisch) aus dem Mund des Patienten um über 90 Prozent reduziert ist!
Für Patient und Behandlungsteam ist somit ein umfassender Schutz gewährleistet! Es würde mich freuen, wenn es mir gelungen ist, für diese Detailfrage einen kleinen Beitrag zu leisten.
Mit freundlichen Grüssen,

John Bierreth (Zahnmediziner)
Eschnerstr. 93, Bendern

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