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Leserbrief

Masken eingetroffen, Bestellung möglich

Erich Hasler (Erich.Hasler@landtag.li) Thomas Rehak (Thomas.Rehak@landtag.li), Herbert... | 16. April 2020

Masken zu tragen ist uns zwar «fremd» und «neu» – aber sie können Ansteckungen verhindern und bringen daher einen volkswirtschaftlicher Nutzen. Jedermann kann Träger der hoch ansteckenden Lungenkrankheit COVID-19 sein, ohne dass er es merkt.
In vielen Ländern ist das Tragen von Schutzmasken zur Pflicht geworden. Die Logik hinter der Maskentragpflicht ist: Wenn alle sich daran halten, sinkt insgesamt das Infektionsrisiko der Bevölkerung. Natürlich, die Maske allein ist kein Schutz, sie ist eine unterstützende Ergänzung zu den allseits bekannten Sicherheitsmassnahmen.
In den asiatischen Städten ist das Tragen von Schutzmasken üblich. Dabei handelt es sich um eine Form von Rücksicht, um andere Menschen nicht an einer eigenen Infektion teilhaben zu lassen. In Liechtenstein wird das Tragen von Schutzmasken als Massnahme gegen die Ausbreitung der Coronavirus-Pandemie bislang ignoriert. Verhaltensregeln aus Asien legen jedoch nahe, dass das ein Fehler sein kann.
Das Tragen von Masken ist Zeichen der Höflichkeit und Solidarität. Dr. med. Rainer Wolfinger sagte dazu: «Wir sollten alle Masken tragen, auch wenn es eine Art Tabubruch in unserer Kultur aus falscher Zurückhaltung darstellen würde. Nebst einem geringeren Selbstschutz reduziert das Tragen von Masken nachweislich die Ansteckung anderer Personen sehr deutlich.»
Die Maske wird hauptsächlich zum Schutz der anderen getragen. Wenn aber jemand von einem Infizierten unbeabsichtigt angehustet wird oder dieser in nächster Nähe niest, können infektiöse Tröpfchen durch eine Maske abgefangen werden, bevor sie in Mund und Nase gelangen. Hierbei muss man anmerken, dass das Virus grundsätzlich auch durch die Augen eindringen kann. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG), Bern, schreibt: «Schutzmasken verringern das Übertragungsrisiko und sind deshalb prinzipiell während der gesamten Pandemiewelle einsetzbar. Der Schutzeffekt von Hygienemasken in Situationen mit grösseren Menschenansammlungen ist zweifacher Natur: Die Masken können einerseits bei bereits Infizierten die Ausbreitung der Keime durch Tröpfcheninfektion reduzieren, andererseits gesunde Personen bis zu einem gewissen Grad vor einer Ansteckung schützen. Dadurch reduziert sich das allgemeine Infektionsrisiko.»
In öffentlichen Verkehrsmitteln, am Arbeitsplatz, in Verkaufsläden etc. sind Masken wichtig, weil ein Infizierter seine Umgebung, beispielsweise die Lebensmittel auf den Tablaren, weniger kontaminiert. Auf Verpackungsoberflächen der Lebensmittel kann das Coronavirus tagelang infektiös bleiben. Dadurch kann beispielsweise bei einem Einkauf für die Grossmutter das Virus über die Verpackung einer Risikoperson überbracht werden.
Händeschütteln ist erwiesenermas-sen eine Übertragungsmöglichkeit. Die Hände eines Infizierten, der selbst keine Symptome hat, können natürlich nicht nur andere Hände kontaminieren, sondern auch Gegenstände, die er berührt. Der Anstand verlangt, dass in einem Verkaufsladen ein berührtes Produkt mitgenommen wird und nicht wieder zurückgelegt wird.
Die Neue Fraktion der Demokraten pro Liechtenstein (DpL) konnte 10 000 Masken besorgen. Jeder Interessierte kann, so lange der Vorrat reicht, bei uns Masken zum Preis von 30 Franken (50 Stück) beziehen.

Erich Hasler
(Erich.Hasler@landtag.li)
Thomas Rehak
(Thomas.Rehak@landtag.li),
Herbert Elkuch
(Herbert.Elkuch@landtag.li)

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