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Leserbrief

Erhalten die Quellensteuerpflichtigen (...) Spital-Fachkräfte nach der Pandemie auch Unterstützung?

Johannes Weber, Romana Frick, Petra Wichser, Isabell Ackermann- Büchel, Geraldine Büchel... | 16. April 2020

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
herzlichen Dank für all die positiven Gedanken und Unterstützung für all die, die uns in dieser schwierigen Zeit mit allem Nötigen versorgen.
Schön, dass das Volk und die Politik sich sichtlich dankbar zeigen für den Einsatz der Pflegefachkräfte, Ärzte und anderen Angestellten in den Spitälern und übrigen Versorgungseinrichtungen. Der tatkräftige Einsatz, das Engagement, die Flexibilität und das eingegangene hohe Berufsrisiko, die von diesen Berufsgruppen in den verschiedenen Institutionen investiert werden, sind grossartig.
Genau diese in öffentlichen Spitälern des Kantons St. Gallen tätigen Fachkräfte sind es, die dafür seit zwei Jahren mit einer Quellensteuer-Abgabe bestraft werden und gros­se finanzielle Einbussen erlitten haben. Sie wurden seit Inkrafttreten der neuen Regelung im Januar 2018 immer wieder mit verschiedenen, perseverierenden Erklärungen ruhiggestellt.
Da die gesundheitliche Bedrohung vor keinem Bürger, egal welchen Sozialstatus’ und Vermögens, sowie vor keinem politischen Entscheidungsträger haltmacht, nimmt man diese Fachkräfte plötzlich als «systemrelevant» wahr. Daher stellen sich nun für uns folgende Fragen: Werden auch wir nach der Coronapandemie die gebührende Unterstützung erhalten? Wer kümmert sich um unsere Einbussen, die wir seit Jahren tragen? Wer nimmt unsere Sorgen endlich ernst? Zeigt uns diese Zeit nicht, wie wichtig diese Berufsgruppen sind und dass Grenzen nur eine virtuelle Barriere für diese Krankheiten sind?
Wir wünschen uns, dass diesbezüglich erneut Gespräche zwischen der Regierung Liechtensteins und dem Kanton St. Gallen aufgenommen werden. Gerade die jetzige Notsituation sollte doch allen Beteiligten vergegenwärtigen, dass man gegenseitig aufeinander angewiesen und die jetzige Regelung absurd ist.
Wir verlangen nur eine faire, dem internationalen Steuerrechtsprinzip (Wohnort = Steuerort) folgende Behandlung. Das würde einerseits der öffentlich so hochgelobten bilateralen Freundschaft und Verständigung wirklich Rechnung tragen; andererseits würde man uns damit persönlich sehr helfen und diesen systemrelevanten Berufsgruppen den nötigen Respekt zollen.

Johannes Weber, Romana Frick, Petra Wichser, Isabell Ackermann- Büchel, Geraldine Büchel und Mathias Bartz.

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