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Leserbrief

Wann hat wem die Stunde zu schlagen?

Jo Schädler, Eschnerstrasse 64, Bendern | 4. April 2020

«Dies ist nicht die Stunde der Selbstdarsteller und der Populisten»: Diesen Satz würde er gerne wiederholen, meinte Albert Frick, Landtagspräsident, in seinem «Volksblatt»-Beitrag vom 2. April. Nun wer hätte gedacht, dass es diese Aussage breitflächig, gar monströs in sich hat und eben jenes Geheimnis in sich birgt, von dem alle wissen, das aber keiner sehen kann, will oder mag. Erklärung tut deshalb mehr wie nur not, vor allem weil Herr Frick auch meint, dass wir uns in der grössten Krise seit dem Zweiten Weltkrieg befinden. Selten in der Geschichte hat ein Grippevirus die Politik und die Menschen so aus dem Häschen gebracht, wie Covid-19 es tut. Obwohl Corona noch nicht einmal zehn Prozent jener Toten, die das Grippevirus 2017/2018 dahinraffte, gefordert hat, veröffentlichte das Bundesamt für Gesundheit dazu eine Empfehlung des Bundesrates, die lautet: Bleiben Sie zu Hause, wenn Sie älter wie 65 Jahre sind. Diese Leute können wegen ihrem Alter also Opfer werden von jenen, die jünger sind. Was nichts anderes bedeutet als: Die Opfer sperrt man ein und die Täter lässt man frei herumlaufen. Stimmt, das gab es auch nicht mehr seit dem Zweiten Weltkrieg. Inzwischen flaut diese Grippewelle schon in vielen Regionen wieder ab und die Zahlen zeigen, dass oft sehr weit über das Ziel hinausgeschossen wurde. Selbstverständlich muss die Staatsführung alles in ihrer Macht stehende tun, die Bevölkerung zu schützen. Da sollte man aber nicht in Lobhudeleien verfallen, denn das ist schlicht und einfach ihre Pflicht. Und diese Pflicht wurde seit dem Zweiten Weltkrieg noch nie so eingefordert wie jetzt. Aber damit, diese Forderung alleine zu übernehmen, scheint der Staat doch etwas Mühe zu haben und deshalb sucht er prophylaktisch den Schulterschluss mit der Bevölkerung, schleicht sich mit Dankesgejubel und Geldversprechen in die Herzen der Helfenden und bindet Ignoranten, Selbstdarsteller und Populisten schon einmal vorsorglich an den Pranger. Covid-19 hat sich nun zu jenem Virus gemausert, das keine andere Sichtweise, keine Kritik und schon gar keine Zweifel erlaubt. Aber es gibt immer mehr anerkannte Virologen, Pandemieexperten usw., die grosse Zweifel an dem Vorgehen der Länder hegen und die aufzeigen, dass die meisten nicht an Corona, sondern wenn, dann «nur mit» Corona sterben. Gespannt darf man sein, wie der Staat das Geld, das er nun ausleihen will, wieder eintreibt. Und man ahnt, dass Gerichtsvollzieher bald ein gefragter Beruf werden wird.

Jo Schädler, Eschnerstrasse 64, Bendern

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