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Leserbrief

Wer eine florierende Wirtschaft will, muss mit Stau leben

Kurt Bürki, Landstrasse 20, Triesenberg | 12. März 2020

Die schnellste Massnahme wäre ein «Gratis-Bus», so wie bereits vorgeschlagen. Damit kann gleich geprüft werden, ob finanzielle Anreize überhaupt etwas massgeblich bewirken, bevor mit riesigem Aufwand anderes geplant und ausprobiert wird. Ein wichtiger Aspekt ist die benötigte Zeit. Wenn die Fahrt mit dem Bus viel länger dauert als mit dem Auto und Stau, dann ist wohl klar, dass mit das Auto benutzt wird. Zahlen nach Benutzung («Road-Pricing») zum Beispiel braucht einen sehr grossen technischen Aufwand. Entweder Geräte in jedem Fahrzeug oder Kameras an jeder Strassenecke. Nicht nur datenschutzmässig ist es sehr fragwürdig. Da spielt es anscheinend keine Rolle, wie viel CO2 damit produziert wird. Wer kann, weicht jetzt schon den Staus aus. Jedoch: Arbeitsbeginn ist wann und wo er vorgegeben ist. Heimarbeit ist wahrscheinlich im produzierenden Gewerbe schon stark ausgenützt, im Bankensektor datenschutzmässig nicht gewünscht.
Bahnausbau würde vermutlich nur etwas helfen, wenn es an den Bahnhöfen genügend Parkplätze hätte, zum Beispiel in Feldkirch. Der öffentliche Verkehr braucht immer Energie, auch wenn niemand damit fährt.
Allenfalls könnte es durch veränderte Schulanfangs- und Endzeiten ein wenig Entlastung geben.
Solange Industriegebiete und Arbeitsplätze vorwiegend durch die Dörfer erreichbar sind, gibt es in ihnen Staus. Wer eine florierende Wirtschaft und Steuereinnahmen will, muss damit leben. Andernfalls müssten die Firmen dahin ziehen, wo die meisten Arbeiter herkommen – ins Ausland.

Kurt Bürki, Landstrasse 20, Triesenberg

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