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Leserbrief

So an Kääs

Silvia Klösch, Landstrasse 382, Triesen | 5. März 2020

Den leckersten Leberkäs, verbunden mit einmaligen Erlebnissen, gibt es in der Land auf, Land ab beliebten Metzgerei Schöch in Nofels zu geniessen. Die Umgebung, bestehend aus ländlicher Idylle und grenzenloser Natur, runden diese Oase ab. Ein Besuch mit dem Fahrrad bietet sich bestens an. Wer mit dem Auto unterwegs ist, sollte sich nicht nur an das privatrechtlich nachbarschaftliche Parkplatzrecht halten, sondern dessen Grenzen bedingungslos einhalten. Mit der Vorfreude auf einen Kääs parkierte ich das Auto jenseits der Grenze. Dass der nachbarschaftliche Austausch von Daten grenzüberschreitend vorzüglich funktioniert, zeigte mir die gerichtliche Zusendung meiner vollendeten Straftat. In diesem für Normalbürger unverständlichem Schreiben blieb mir ein Satz in prägender Erinnerung. Bei nicht befolgen der Gesetze wird eine Exekution ausgeführt. Um dieser Vollstreckung zu entgehen, ersuchte ich den Klagsvertreter um ein Gespräch, um eine aussergerichtliche Lösung zu finden. In seinem heimeligen Anwaltsanwesen an den Ufern des Alpenrheins, fand die Sitzung statt. Nach der Bezahlung von 300 Euro, natürlich mit Beleg, wurde die Klage fallengelassen. So blieb mir eine Exekution erspart. Mein Seelenfrieden war wieder in der Waage. Ob der Preis für die exklusive Flasche des spanischen Weins, den mir der Anwalt für meine weite Anreise aus Liechtenstein schenkte, verrechnet wurde, wollte ich nicht mehr wissen. Es wäre wünschenswert, wenn dieser Tropfen mit einem Leberkääs von allen Beteiligten in gemütlicher Umgebung und grenzenloser Freundschaft genossen werden könnte.

Silvia Klösch,
Landstrasse 382, Triesen

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