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Leserbrief

Vorsicht oder Panik

Agnes Dentsch, Poliweg 12, Ruggell | 5. März 2020

Das Coronavirus verbreitet sich rasant. Angst und Panik wachsen. Aber es gibt einen Unterschied zwischen Vorsicht und Panik.
Vorsicht bedeutet: «aufmerksames, besorgtes Verhalten in Bezug auf die Verhütung eines möglichen Schadens» (Duden). Hygieneregeln sind richtig. Die Massnahmen der Regierung sollten beherzigt werden, aber auch jeder von uns sollte Vorsicht walten lassen, gerade wenn man an Vorerkrankungen leidet. Warum? Weil bei solchen Patienten die Ansteckungsgefahr viel grösser ist, als bei Gesunden.
Panik bedeutet: «durch eine plötzliche Bedrohung, Gefahr hervorgerufene übermächtige Angst, die das Denken lähmt und zu kopflosen Reaktionen führt» (Duden). Wie zur Zeit die Hamsterkäufe, Käufe von Masken und Desinfektionsmittel in Unmengen.
Eine vierköpfige Familie sollte demnach 4 mal 2 Liter, also 8 Liter Wasser, pro Tag im Haus haben. Wohin dann mit den Plastikflaschen? Klimaschutz adieu? Gibt es auch kein Wasser mehr aus dem Hahnen? Nudeln, Reis, Konserven usw. sollten vorrätig sein. So werden Unmengen an Lebensmitteln zu Hause gehortet. Das sorgt bei nicht wenigen für Kopfschütteln und ausgemachte Hysterie. https://www.ruhr24.de/service/coronavirus-einkauf-vorrat-hamsterkaeufe-notfall-sinnvoll-vorratseinkauf-liste-zr-13560778.html).
Kurze Erklärung: Bei Panik wird aus der Nebennierenrinde Adrenalin und Noradrenalin (Neurotransmitter) ausgeschüttet, wodurch der Mensch Kräfte mobilisiert und auf Kampf oder Flucht vorbereitet. Ist ein natürlicher Vorgang unseres Körpers. Das Herz schlägt schneller, Blutdruck und Blutzucker steigen; Unruhe, Schwitzen, Stoffwechselstörungen (z.B. Magen-Darm-Störungen, Durchfall usw.) treten auf.
Hält die Ausschüttung von Adrenalin/Noradrenalin langfristig an, verstärken sich diese Symptome und können zu chronischen Krankheiten führen. Stress, Bluthochdruck, Diabetes und bestimmte Medikamente (z.B. Blutdrucksenker, Antidepressiva usw.) verstärken die Funktion von Adrenalin bzw. Noradrenalin.
Aus meiner Sicht, sollten wir vorsichtig sein und die Hygieneregeln beachten und nicht in Panik geraten. Eine Garantie, nicht an diesem Virus zu erkranken, gibt es nicht.

Agnes Dentsch,
Poliweg 12, Ruggell

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