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Leserbrief

Bier oder Virus?

Udo Meesters, Hofistrasse 42, Triesenberg | 28. Februar 2020

Was soll denn diese Verharmlosung? Naja, wenn man Berichte bezüglich Coronavirus verfolgt, könnte man glatt meinen, dass die fachlichen Informationen von Gesundheitsministern in Europa ganz im Zeichen des Corona-Bieres stehen. Postsendungsverbot nach China, von China zu uns jedoch nicht. Reisesperren zum Beispiel nach Italien, aber umgekehrt nicht. Also man ist sehr gut vorbereitet gegen das Coronavirus. Man investiert Millionen in die Forschung, um des Virus Herr zu werden. Eine völlige Verharmlosung, gespickt mit solchen Widersprüchen. Es sei dringend notwendig, ein besseres Verständnis von diesem Virus und seinem möglichen Verhalten zu entwickeln, um die Ausbreitung stoppen zu können, so die WHO. Sie selbst jedoch bezeichnet seit der Konferenz in Genf diese fatale Situation um das Virus als Pandemie. Wer es sich, wie und wo auch immer, eingefangen hat, kann das erst nach einer Woche oder zwei Wochen feststellen. Das gelingt durch Abstriche, die in einem Labor genauestens untersucht werden müssen. Ratschläge wie: Türklinken und Hände desinfizieren, Nastücher beim Husten vor den Mund halten u. s. w. ... Also kann ich mit meiner Schnittwunde am Finger in Ruhe zu meinem Hausarzt gehen. Bis zum Wartezimmer sind es ja nur drei Türklinken. Volles Wartezimmer, da Grippe- und Erkältungszeit. Viele husten sich die Seele aus dem Leib (mit vorgehaltener Hand am Mund) und begrüssen anschliessend meinen Hausarzt mit derselben Hand. Ich selbst suchte nach irgendeinem Hinweis, einer Empfehlung oder näheren Informationen bezüglich Vorsichtsmassnahmen zum Coronavirus. Nichts. Jeden Tag liest man im In- und Ausland über dieses Virus. Und immer wieder der Hinweis durch die Gesundheitsminister, dass man diesbezüglich bestens vorbereitet sei und somit die Wahrscheinlichkeit einer Ausbreitung gering sei. Naja, in China waren es zunächst ja auch nur 2 oder 3 Fälle, dann 20 bis 30 u. s. w. Dasselbe in anderen Staaten. Als Dauerkranker mit geschwächtem Immunsystem macht mir diese Verharmlosung Angst. Sie zeugt von Verantwortungslosigkeit der Behörden und auch der Medien uns Bürgern gegenüber. Also tätige ich jetzt als Schutzmassnahme den Kauf eines Sechserpacks Corona und schau der fachlichen Entwicklung der Behörden «blauäugig» entgegen zum Schutz vor Verharmlosung und «Blauäugigkeit» der Behörden. Prost auf das Wohlsein aller Leser.

Udo Meesters, Hofistrasse 42, Triesenberg

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