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Leserbrief

Wird die Gefahr unterschätzt?

Dr. med. Rainer Wolfinger, im Fetzer 39, Schaan | 26. Februar 2020

Regelmässiges Händewaschen und beim Niesen ein Taschentuch aus Papier benutzen, so die Empfehlungen in der Schweiz und bei uns in Liechtenstein bis jetzt. Ach ja, natürlich auch die Lage genau beobachten und hoffen, dass das Virus vor der Grenze in Chiasso zurückschreckt und haltmacht. Mit anderen Worten ausgedrückt heisst das nichts anderes als abwarten und zuschauen, bis das Virus auch zu uns kommt.
«Wenn man sieht, wie einschneidend die Massnahmen der Italiener sind – dann beschleicht mich das Gefühle, dass das Bundesamt für Gesundheit und die kantonalen Behörden die Gefahr unterschätzen.» Aus meiner Sicht trifft das auch auf unsere Behörden zu und ich teile diese Einschätzung von Dr. Franco Denti, Präsident der Tessiner Ärztegesellschafft, vorbehaltlos. Eine Schlies-sung der Grenze zu Italien würde aus seiner Sicht deshalb Sinn machen. «Es geht darum, rational abzuwägen, zwischen dem wirtschaftlichen Schaden, den eine Schliessung der Grenze anrichten würde, und der Sorge um die öffentliche Gesundheit.» Eigentlich kann es da- rauf nur eine Antwort geben.
Es ist zu hoffen, dass spätestens bei Auftreten der ersten Corona- Infektionsfälle in Vorarlberg oder der Ostschweiz wenigstens unsere Behörden darauf vorbereitet sind und entsprechende Massnahmen (Grenzgänger) ergreifen würden – denn jeder Tote ist einer zuviel.

Dr. med. Rainer Wolfinger, im Fetzer 39, Schaan

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