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Leserbrief

Bevölkerung zur Eigenhilfe auffordern

Hans Frommelt, Gapont, Triesen | 26. Februar 2020

Gesundheitsminister Pedrazzini entwarnt gemäss unseren Tageszeitungen in Sachen Coronavirus! Liechtenstein sei auf alle Eventualitäten vorbereitet, meint er.
Die Schweizer und österreichische Tagespresse orientiert aber nicht im Sinne von Pedrazzini. So meint gemäss Chefarzt Infektiologie von St. Gallen im «Blick»: «Es gibt keinen Grund, dass wir verschont bleiben.»
Das Deutsche Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe wurde 2004 gegründet. Das Amt orientiert ausführlich darüber, was man unter Bevölkerungsschutz versteht, siehe www.bbk.bund.de. Vergleichbare Orientierungen machen die Schweizer und Österreicher Regierungen. Es ist anzunehmen, dass nächstens die Publikationen mit der derzeitigen Problematik ergänzt werden.
Bei solchen Situationen geht es ja auch um die Notfallvorsorge und Eigenhilfe. Gemeint ist da die Lebensmittelversorgung, wenn ganze Regionen in Quarantäne gesetzt werden, gar Landesgrenzen geschlossen werden. Wo kaufen wir ein? Wer beliefert uns mit Lebensmittel? Sollen wir Essen und Trinken bevorraten? Allgemein wird in den Nachbarländer empfohlen, dass man für mindestens 10 bis 14 Tage genügend Lebensmittel zu Hause haben soll. In allen drei Ländern wird seitens der Ministerien Wert darauf gelegt, dass eine Eigenhilfe gemacht wird.
Sollten wir in Quarantäne versetzt werden, so sind die Regale in unseren wenigen Lebensmittelgeschäften schnell leer gekauft. Statt Entwarnung wären eher Hinweise angebracht, wie man sich Verhalten und welche Eigenhilfe man anstreben soll.
Das italienische «Epizentrum» in Sachen Coronavirus liegt ja im Norden von Italien. Wie sich das Coronavirus von Mensch zu Mensch überträgt, weiss man angeblich noch nicht. Es ist also nicht unmöglich, dass bei einer Föhnlage das Virus sehr schnell zu uns kommt. Das sind Befürchtungen, die nicht eintreffen müssen. Trotzdem müssen solche Themen diskutiert und die Bevölkerung zur Eigenhilfe aufgefordert werden, anstelle einer lapidaren Entwarnung.


Hans Frommelt, Gapont, Triesen

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