Leserbrief

Populisten pro Liechtenstein?

Ingo Nachbaur, Schlossergasse 2, Feldkirch | 20. Februar 2020

Ich beziehe mich auf den Leserbrief der Demokraten pro Liechtenstein vom 6. Februar 2020 zur Thematik AHV. Ergänzend zur Antwort der Freien Liste vom 15. Februar 2020 möchte ich Folgendes anmerken: Die Demokraten pro Liechtenstein argumentieren, dass mehr als die Hälfte der AHV-Versicherten im Ausland wohnt und keinen «Staatsbeitrag» leistet. Das mag vielleicht für Pendler aus der Schweiz gelten, nicht jedoch für jene aus Österreich, die in Liechtenstein bekanntlich Quellensteuer zahlen. Dazu eine «Milchmädchenrechnung»: Gehen wir von 8000 Grenzgängern aus Österreich aus und nehmen einen Medianlohn von 78 000 Franken, dann ergibt das bei einem Quellensteuersatz von 4 Prozent ein Gesamtvolumen von ca. 25 Millionen Franken pro Jahr für die liechtensteinische Staatskasse. Aus Sicht der Demokraten pro Liechtenstein sind diese 25 Millionen Franken also kein Staatsbeitrag? Vom Beitrag der Grenzgänger zur Wirtschaftsleistung einmal ganz zu schweigen. Populistische Parteien arbeiten überall mit den gleichen Mitteln. Es braucht immer ein Feindbild – im konkreten Fall die Grenzgänger – und mit den Fakten nimmt man es in der Regel nicht so genau.


Ingo Nachbaur,
Schlossergasse 2, Feldkirch

Teile diesen Leserbrief mit deinen Freunden

Leserbrief schreiben

Wie denken Sie darüber?
Titel
Text 0 / 2500 Zeichen
Weiter