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Leserbrief

Politische Korrektheit der Medien

Ulrich Hoch,Grüschaweg 11, Triesenberg | 12. Februar 2020

Politische Korrektheit durchdringt das Schaffen der Medien. Es scheint, dass viele Medien diesen Grundsatz auf die Fahne geschrieben haben. Die Medienlandschaft wird zu einem bedeutenden Teil von einer selektiven Berichterstattung bestimmt. Ereignisse werden sehr oft unter dem Aspekt ihres Nutzens ausgewählt, um den Lesern behiflich zu sein, den ideologischen Standpunkt der Linken zu adoptieren. Dass der Eindruck einer ausgewogenen Berichterstattung nicht verloren geht, haben Medien keine andere Wahl, als auch über die Meinung von Konservativen und deren Ideologien zu berichten. Was auffällt ist die Tatsache, dass beim Zitieren solcher Quellen auf subtile Art und Weise die Bezeichnungen «konservativ», «rechts», oder «rechtspopulistisch» verwendet werden, um so den Eindruck zu erwecken, solche Meinungen seien nicht vertrauenswürdig. Werden linke Denkfabriken zitiert, verwendet man in der Regel neutrale Bezeichnungen. Man spricht von «Wissenschaftlern» oder «Experten», was dazu verleiten soll, objektiv und vertrauenswürdig zu wirken. In Erfurt wurde ein FDP-Politiker zum Ministerpräsidenten gewählt und das Entsetzen in Berlin scheint grenzenlos zu sein. Von einem Dammbruch ist die Rede. Die Wahl in Erfurt wurde als Schande bezeichnet. Der demokratische Entscheid wurde mittlerweile wieder gekippt, nicht zuletzt auf Intervention von «Mutti Merkel». Auch in unseren Medien durfte man auf subtile Art und Weise zur Kenntnis nehmen, was unsere Medienvertreter unter Neutralität und einer objektiven Nachrichtenvermittlung verstehen. So wurde bei den Radio-L-Nachrichten immer wieder betont, dass der gewählte FDP-Ministerpräsident, Herr Kemmerich, mit der Unterstützung von «Rechtsradikalen» gewählt wurde und man damit offenbar den Eindruck zu erwecken suchte, die Wahl sei anrüchig. Ich gehe davon aus, dass der Nachrichtensprecher des Radio L, Herr David Sele, diese Bezeichnung nicht nach eigenem Gutdünken verwendet hat. Die Medien sind sehr erfolgreich, wenn es darum geht, was die Menschen denken sollen. Eine löbliche Ausnahme bildete der Kommentar der «NZZ»: «Was im Erfurter Landtag stattgefunden hat, ist eine freie Wahl, und darüber hinaus hat ein liberaler und bürgerlicher Kandidat diese Wahl gewonnen. Es gab keinen plausiblen Grund, das Ergebnis moralisch zu verurteilen.» In unserer freien Gesellschaft darf man von staatlich subventionierten Medien eine wahrheitsgemässe objektive Berichterstattung erwarten. Die Medien sind die Stimme der Gesellschaft und ihre Aufgabe ist es, die Wahrheit über die wichtigsten Ereignisse der Welt fair, korrekt und zeitnah zu berichten.

Ulrich Hoch,
Grüschaweg 11, Triesenberg

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