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Leserbrief

Kinderrechts- konvention und 5G

Bruno Ospelt, Holdergasse 2, Vaduz | 6. Februar 2020

Stellungnahme zum Bericht über 5G im «Vaterland» vom 3. Februar.
Am 20. November 1989 wurde die Kinderrechtskonvention von der UNO verabschiedet und 1995 von Liechtenstein ratifiziert. Alle Staaten der Welt (ausgenommen die USA) haben diese Konvention unterzeichnet. Wir erinnern uns an die weltweiten Jubiläumsfeiern. Die Konvention besteht aus 54 Artikeln und befasst sich mit den Rechten von jungen Menschen im Alter von 0 bis 18 Jahren.
Zweifelsfrei wird bei uns für das Wohl der Kinder viel getan, wobei sich verschiedene freiwillige Organisationen vorbildlich dafür einsetzen. In den vielen, durchwegs positiven Grundrechten der Konvention heisst es unter anderem:
• Wann immer Entscheidungen getroffen werden, die sich auf Kinder auswirken können, hat das Wohl des Kindes Vorrang.
• Jedes Kind hat Anrecht auf Gesundheit.
Man würde meinen, dass diese Rechte bei uns eine Selbstver- ständlichkeit sind. Doch vor lauter Wohlstand und blindem Fortschrittsglauben würden diese durch
Einführung von 5G gefährdet.
Das Bundesamt UVEK erklärt öffentlich: Neuesten Untersuchungen zufolge ist der Sicherheitsfaktor in gewissen Situationen kleiner als bisher angenommen. «Nach wissenschaftlichen Kriterin ausreichend nachgewiesen ist eine Beeinflussung der Hirnströme. Begrenzte Evidenz besteht für eine Beeinflusung der Durchblutung des Gehirns, für eine Beeinträchtigung der Spermienqualität, für eine Destabilisierung der Erbinformation.»
Diese Erkenntnisse beziehen sich in erster Linie auf Erwachsene. Kinder sind um vieles mehr gefährdet, weil bei Kindern die Blut/Hirn-Schranke noch nicht voll ausgebildet ist, wonach Mobilfunkstrahlung dazu führt, dass Schadstoffe noch ungehinderter direkt und tiefer ins Hirn eindringen können. Aussage von Lloyd Morgan, Direktor der Hirntumor-Gesellschaft der USA: «Das Hirntumorrisiko ist für Kinder wesentlich höher als für Erwachsene.» Das Heimtückische des Problems ist die Tatsache, dass die Schäden oft erst sehr spät erkannt werden.
Liechtenstein verfügt europaweit über das beste Glasfasernetz und steht nach einem Aufwand von circa 54 Millionen Franken vor der Fertigstellung. Es gibt keinen Grund
für die Einführung von 5G, bevor die Gesundheitsrisiken neutral, zuverlässig und umfassend erforscht sind. Es wird nicht verlangt, 5G generell abzulehnen, sondern, wie es auch verschiedene Schweizer Kantone und verschiedene Länder tun, ein Moratorium zu beschliessen.
Es bleibt zu hoffen, dass Regierung und Parlament sich bei künftigen Beratungen ihrer Verantwortung bewusst sind.

Bruno Ospelt, Holdergasse 2, Vaduz

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