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Leserbrief

Werden Rentner in Armut gezwungen?

Silvia Ritter, Rennhofstrasse 39, Mauren | 5. Februar 2020

Es ist tragisch, dass alleinstehende Rentner mit durchschnittlich 2000 Franken pro Monat auskommen müssen. Ein normal denkender Mensch weiss doch, was an monatlichen Nebenkosten anfällt. Man zwingt so die Rentner in die Armut. Sie können sich nichts mehr leisten.
Frust und Unmut herrscht grösstenteils unter den Betroffenen. Es hat nun mal nicht jede/jeder Erspartes und eine gute Zusatzpension. Wollen Rentnerinnen/Rentner Ergänzungsleistungen, wird nur das Vermögen, sofern sie/er solches hat, angerechnet. Schulden werden dagegen weggewischt. Es wird also Vermögen angerechnet, obwohl keine Gelder geflossen sind.
Beispiel: Eltern übergeben Kindern Haus (oder Hausteil). Es fliesst kein Geld. Da beim Elternteil Schulden vorhanden sind, müssen die Kinder diese vertraglich übernehmen. Jetzt kommt der Clou: Die AHV rechnet das beim Rentner als Vermögen an, obwohl das nicht stimmt! Also ist die Berechnung von Ergänzungsleistungen falsch. Hier gehört sowieso eine andere Basisrechnung und Gesetzesänderung her. Regierung und AHV ignorieren, dass Schulden eine grosse Rolle spielen.
Man zwingt Rentner, das Vermögen zu verkaufen. Ein Vermögen aus Grundeigentum, das jahrelang von Grosseltern, Eltern aufgebaut und erspart worden ist, am Schluss dem Eigentümer und Nachkommen weggestohlen wird, für die es gerechnet ist. Wo stehen künftig Nachkommen? Müssen diese betteln gehen? Keine rosige Zukunft ist denen vorausgesagt, nicht beneidenswert! Man treibt bewusst Jung und Alt in Armut. Das ist fatal! Reiche macht man bewusst reicher, indem man diese zum Beispiel mit Bauten unterstützt. Deshalb dürfen Nachkommen keine Verpflichtungen eingehen, wenn Eltern pflegebedürftig sind. Sonst kommen die um «Sack und Bendel».
Da gehört endlich ein neues Gesetz, eine andere Regelung her. Österreich ist da beispielhaft vorange-gangen. In Liechtenstein ist genug Geld vorhanden, damit eine Renten-erhöhung durchgeführt werden könnte. Die Regierung prahlt ja förmlich damit, wie viel Geld vorhanden ist.
Steuertechnisch ist allgemeines saures Aufstossen zu vernehmen, weil das Vermögen prozentual zum Erwerb dazugerechnet werden muss in der Steuererklärung. Das gehört weg. Jahrelange Dreifach-Versteuerung – zum Nachdenken!
Die, die Gesetze machen, wissen schon, wovon gesprochen wird! Grosse Theorie, genügend persönliches Einkommen und kein Einbeziehen der Betroffenen. Man wird ausgesaugt bis zum Gehtnichtmehr. Ich wiederhole: Für Steuerzahler, die genug Geld haben, spielt das keine Rolle.


Silvia Ritter, Rennhofstrasse 39, Mauren

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